💭Gedanken fangen

begegnende Kommunikation

Vorab Gedanken

Den Menschen begegnen, aufeinander zugehen ist so viel mehr, als nur ein Small Talk über den obligatorischen Wetterbericht. Ich bewundere immer wieder Menschen, die so leicht drauf los schnattern, die einfach reden können, eine Eigenschaft die mir so fremd ist und so schwer zu erlernen.
Ich möchte oft so viel mehr sagen, weil Menschen denen ich begegne mich so sehr berühren. Ich fühle den Wunsch, einer Bestimmung gleich, ihnen helfen zu wollen, für sie da zu sein und doch finde ich so schwer einen Zugang. In meinen Gedanken sind oft so viele Worte. Möchte sie Mitteilen und finde am Ende keinen Anfang. Der Moment verstreicht und mein Rat und Hoffnung (die ich glaube zu schenken vermag) verwandeln sich in innere Traurigkeit, weil ich Stumm blieb.

Vielleicht finde ich irgendwann Worte, schaffe ich es einst im richtigen Moment, doch etwas aus- oder anzusprechen um den Menschen näher zu kommen.

Kommunikationslast

Beobachtungen

Menschen begegnen, treffen aufeinander, sehen sich und schon in den ersten Momenten haben sie einen Gedanken, eine Meinung zueinander.

Mir wird immer wieder bewusst, wie verschieden unsere Spezies ist. Damit meine ich nicht die Morphologie oder Anatomie. Wenn ich Menschen treffe, habe ich die absonderliche Eigenschaft das positive zu sehen, fühlen und denken. Ich habe wie ein Filter auf meiner Wahrnehmung, der mir das eventuell Negative eines Menschen direkt ausblendet. Als würde es mir schwer fallen das Böse zu sehen, auch wenn es vielleicht da sein mag.

Genau dieser Filter macht es, dass ich die Situationen mit Menschen in der realen Kommunikation irgendwie anders sehe. Wenn ich die Worte finde, und es endlich schaffe mit anderen zu agieren bin ich so froh fast überglücklich das es mir gelungen ist, vollständige Sätze heraus- zu- prökeln. Ist wie ein kleines Hochgefühl des ich hab’s geschafft heute.

Ich bin der Naivität verfallen und glaube das nun, naja, alles gut ist und weiterfließen kann. Erst wenn andere mir zutragen, dass sie sich durch ein mein Verhalten gekränkt, gegängelt, verletzt fühlen wird mir bewusst, dass Aussagen meinerseits auch anders aufgefasst werden können.

Ich übe mich in gewaltfreier Kommunikation, üben ist die richtige Beschreibung, denn einfach finde ich ist das nicht.

Das schwierige für mich ist zu erkennen, wie meine Aussagen noch aufgefasst werden könnten. Ich bin oft wirklich geschockt, wie die Zuhörer meine Sätze so negativ, mir völlig Fremd, anders auffassen konnten. Dabei wird mir immer wieder klar, oder nein, es ist eher ein annähern:

Alle Menschen haben in ihrem Leben Erfahrungen gemacht (und das fortlaufend weiter, weil Leben= Lebendigkeit= Wandel). Diese können jedes einzelne Wahrnehmung in Schräglage bringen. So das nun davon ausgegangen wird (= Vordenkende- Ahnung = eigene Realität ≠ Situations- Kommunikations- Realität) das Aussagen meinerseits einen negativen Aspekt haben und ich das nur AntiPositiv gemeint habe, auf keinen Fall anders. Dass wäre ja ein Ding der Unmöglichkeit. Das Positive das ich mitteilen wollte, wird (von dem Filter anderer Menschen auf ihrer Wahrnehmung) sofort in den das kann unmöglich Positiv gemeint sein – Papierkorb verschoben (und das im Un- Unter- Bewusstem).

Das ist dann der Moment, an dem ich meine Hand an die Stirn bewege. Eine Sekunde des aha, ach so und des Nein, so war das nicht gemeint, so in diese Richtung hab ich noch gar nicht gedacht.

Die Wahrnehmung mancher anderen Menschen ist für mich manchmal recht absonderlich. Mein Denken läuft in Irrwegen, so das ich oft gar nicht darauf komme, wie Sätze, Bemerkungen, Anregungen und positive Kritik ausgelegt werden können. Da kann ich im Vorfeld überlegen, wie ich Themen am besten anspreche. Auf welche Art und Weise ich etwas sagen könnte, dass es eher Motivation als Tadel ist und dennoch versteht der Hörer genau das, was ich nicht sagen wollte.

Eine verkehrte Welt, denke ich da. Ist meine Wahrnehmung so irritiert? Warum gehen so viele Menschen (wie) Grundsätzlich davon aus, dass etwas als negative Aussage, Ab- Bewertung gemeint ist?

Wäre es nicht Gesprächs entgegenkommend wenn man einfach Bewertungsfreier zuhören könnte oder würde? Lauschen könnte was der Worte eigentliche Bedeutung wäre, um dann zu schauen was der andere (in dem Fall ich) denn eigentlich versucht zu sagen.

Menschen geraten aneinander, weil sie die gebündelten Summen ihrer Erfahrungen in sich tragen. Diese in all ihre Lebensbereiche schwappt und ihnen die Sicht auf die Dinge verschiebt. Schade ist das, weil ich glaube, dass gerade deswegen manchmal das Leben, die Kommunikation miteinander erschwert wird. Da wieder der Gedanke meinerseits es könnte doch alles so viel leichter sein.

Doch dieses davon ausgehen, was der Gegenüber meint, lässt einen die eigentlichen Kernaussagen verpassen und man nimmt sich die Möglichkeit etwas anders zu hören und dann, gegebenenfalls, das positive zu überhören.

End Gedanke

Oder ist es vielleicht so, dass Menschen allgemein vom Negativeren Ausgehen, weil das positive ein Unwahrscheinlichkeitsgesetzt ist? Etwas das keinesfalls real sein kann und damit nur eine Scheinwahrnehmung.
Kurz um, negatives prägt sich seltsamerweise leichter ein als positives. Ich habe auch sehr oft das Gefühl, das positives schneller überschrieben werden kann auf der menschlichen Festplatte. Negatives hingegen durch etwas neutrales oder gutes zu ersetzten ist irgendwie viel schwieriger- nahe dem Unmöglichkeitsempfinden.

Ich merke das Thema könnte ich unendlich weit ausholen und denke dass ich dazu sicher noch mehr Gedanken in andern Beiträgen auffangen werde.<

copyright by Miss Tueftelchen

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