🦄phäno(r)mal

Autowerkstattbesuch mit Fehl(er)planung

Ein Autowerkstattbesucht ist geplant. Eigentlich wie immer, wenn etwas außer der Reihe passiert, ist dafür weder Zeit noch Geld da. Doch was soll ich machen, wenn etwas defekt ist? Da muss ja gehandelt werden. Daher, ab in die Werkstatt und erfragen was ansteht und zu erwarten ist (auf mich zukommt). Weiß man genaueres kann die Planung beginnen, wie und wann ein Tag ohne Auto überhaupt möglich sein wird.

An dem Werkstattvorstellungstag konnte noch nichts getan werden, die Ersatzteile mussten bestellt werden (war ja klar). Der Defekt war nichts Autolebensbedrohliches, also fahren konnte ich noch. Zum Glück, denn berufsmäßig bin ich auf mein BrumBrum angewiesen. Es wurde ausgemacht, dass ich angerufen würde, wenn die Teile da sind.

Ich wartend, es gab ein Zeitfenster von Zwei Tagen, an dem es dann eventuell los gehen könnte. Ich innerlich Planen. Wie und wann das Auto hinbringen? Über die Nacht und den Tag dort lassen? Oder wird es möglich sein es an einem Tag zu erledigen?

Im Laufe des ersten (möglichen) Tages, kam vorerst kein Anruf aus der Werkstatt. Ich nun all meine Autodorthinbringpläne (für #1 Tag) über den Haufen geworfen weil es arbeitstechnisch nicht mehr passte. Wusste dann gar nicht mehr, wie ich es machen sollte.
Wir (Kollegen und ich) waren gerade mit einem Arbeitsauftrag fertig, und planten schon weiter, da klingelte das Telefon:

>>Ihre Ersatzteile sind jetzt da<<

(Ich warf die Möglichkeiten, des Bewerkstelligen, der Situation in meinem Kopf hin und her, und meinte noch:

>>Kann ich sie in fünf Minuten noch mal anrufen…wie würde es denn bei ihnen gehen?<<.

>>Wenn sie wollen können wir das auch gleich machen…<<

rattern im Hirn.

>>Ja gut, ich kann dann nach Sechzehn Uhr da sein<<

>>Je früher desto besser…<< …

Wieder Arbeitseinteilung verworfen. In der Nähe der Werkstatt, war ein weiterer Arbeitsort der noch anzufahren wäre. Gut, dachte ich bei mir. Stell ich das Auto dort ab und gehe dann zu Fuß, mit meinem Werkzeugkrempel, dort hin. Dabei erwähne ich nur sacht am Rande, dass mein Werkzeug nicht aus einem Tacker, Stift oder Laptop besteht. Es ist sperriges unhandliches Arbeitsmaterial.

Vor der Werkstatt ist eine Haltestelle und das öffentliche Verkehrsmittel hält auch direkt bei meinem Einsatzort. Was unheimlich praktisch ist (auch wenn es sich nur um eine Haltestelle handelt, also vielleicht gerade so einen Kilometer).

Ich schaute auf die digitalisierte Fahrplanauskunft, während ich meine Geldbörse heraus kramte um meinen Geldbestand zu erfahren. Kein Kleingeld. Die Anzeige unterrichtete mich, dass mein Beförderungsmittel in drei Minuten kommen würde, ich freute mich denn das passt super. Schnell befingerte ich das Display des Fahrscheinautomaten. Erschlagen von der Preislage wählte ich eine Fahrscheinoption, kaum lesbar was da stand, Monitor total zerkratzt, ein zeitraubendes Ärgernis. Meine Auswahl getroffen, erkenne ich gerade noch rechtzeitig, (bevor ich mein einzigen Geldschein hineinschieben wollte), dass da ganz klein (aber Rot!) die ungeliebte Aufforderung stand: Das Geld passend einwerfen. Ganz Klasse, denk ich bei mir und schaue auf meinen Zwanzig Euroschein. In der Hoffnung das eine andere Fahrscheinoption vielleicht nicht der Aufforderung nach kam, verplemperte ich noch mehr Zeit. Um festzustellen, dass ich scheinbar bei allen Varianten doch bitte passend Zahlen solle. Mist.

Kurzerhand in die Werkstatt zurück. Dort schnell Geld wechseln. Bahn kommt in zwei Minuten. Der Mitarbeiter brauchte eine gefühlte Ewigkeit mir das Geld umzutauschen. Nett wie er war, gab er es mir wirklich klein. Ich da wieder raus gestürmt, Werkzeug das ich vor der Tür geparkt hatte geschnappt, wieder über die Straße zur Haltestelle. Ein Blick nach rechts, die Bahn war schon zu sehen! Zu nah, als das ich es noch schaffen könnte einen Fahrschein zu ziehen. Meine Finger huschen über das Display. Bin zu schnell, Geldeinwurfschlitz noch gesperrt! Mach schon beschwöre ich den Automaten. Endlich geht es. Geld verschwindet im Einwurffach. Bahn schon extrem nah. Nichts passiert. Was denn jetzt noch? Auf der Anzeige steht, dass noch zwei Euro fehlen. Ich irritiert, hatte ich das Geld doch passend. Schaue nach unten in die Ausgabe von Fahrscheinen und Wechselgeld. Bahn schon da. Ja, wie soll es auch anders sein. Ein Zwei Euro Stück lag da, ist also durchgefallen. Ich wieder oben rein gefummelt, fällt wieder und wieder durch. Bis es endlich klappt. Bahn klingelte schon ab. (das man nicht mehr einsteigen kann). Endlich höre ich das Druckergeräusch, der meinen Fahrschein erstellt. Bahn noch da. Ich eine 180° Drehung. Tür öffnet noch, zum Glück und ich bin drin. Ein Stressaufwand hoch unendlich.

Es ist eng und voll aber darf ja gleich wieder aussteigen. Erkämpfe mir den Weg zum Fahrscheinentwerter und während mein Blick über Frauen, Männer, kleine und große Kinder, Jugendliche, alte und Junge Menschen schweift, stell ich mir die Frage; ob ich für mein Werkzeug einen einzelnen Fahrschein gebraucht hätte. Wie etwa für Fahrräder. Bevor ich darauf eine Antwort finde, verlasse ich schon die Menschenmassentransportmaschinerie.
Am Ziel angekommen will ich mit der Arbeit beginnen und bemerke das ein Werkzeugteil unvorhanden, also nicht da ist. Verdammt, wüte ich in meinem Kopf. Aber kann ich jetzt nicht ändern, muss so gehen, also starten um fertig zu werden.

Meine Arbeit fertig verrichtet hörte ich schon von der Straße, dass mein Ersatzfortbewegungsmittel sich näherte. Fast rennend stürmte ich zur Straße und laufe los (also renne). Weit ist es nicht, bis zu Einstiegsmöglichkeit. Doch beim Laufen verheddere ich mich im Werkzeug und drohe zu fallen. Ungelenk stolpere ich weiter, fange mich gerade noch ab- schnaufend, völlig gehetzt und außer Atem erreiche ich das Zurückbringvehicle. Schaue mich peinlich berührt um, hat das jemand gesehen fragte ich mich und kramte meinen Fahrschein wieder hervor. Dann noch schnell beim Fahrer bedanken fürs warten, einen festen Halt suchen und auf Fliegkräfte gefasst machen. (Das heißt innerlich anspannen, um Bewegungen entgegen der Vermutungen ausgleichen zu können, zum Beispiel plötzlich unerwartete Bremsungen).

Wieder bei der Werkstatt angekommen, freue ich mich innerlich, das es so gut (hahaha) geklappt hat. Jedoch hätte ich mir den Stress mit dem Fahrscheinautomaten, Fallen über mein Werkzeug und das Fehlen von diesem, ersparen können.

Während ich noch über den Fragen sinniere wo mein fehlendes Utensil hin ist und ob ich für meine Arbeitshilfsmittel einen Zusätzliche Fahrschein gebraucht hätte, steige ich in mein eigenes Fahrzeug und bin erleichtert, dass die Werkstatt nicht noch mehr defekte Teile gefunden hat. Jetzt bin ich um einige (viele) Euro (er)leichtert aber es fühlt sich dennoch gut an, denn bin ich jetzt wieder sicher Unterwegs.

Was sagt mir dieser Auffand? Immer Kleingeld anbei haben. Werkzeug immer prüfen (noch genauer als bisher) und regulär 60% vom Tag planen. Alles andere wird eh wieder über den Haufen geworfen.

copyright by Miss Tueftelchen

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