🦄phäno(r)mal

PanikTierchen >>Phobia vulgaris [foʊbia vulgāris]<<

Es ist Montag früh 05:13 Uhr und ich bin schon wieder, außerordentlich, am Ende meiner psychischen Kräfte. Mit mir, meinen Zuständen und dem, was mich im Laufe der Woche erwarten wird.

Ein außer- der- Reihe- Arztbesuch muss erstellt und dann auch (noch) wahrgenommen werden. Ich spüre jetzt schon, dass ich die ganze Woche wie auf heißen Kohlen sitzen werde. Es steigert sich die Panik in mir, sie füllt alles in mir auf bis nichts mehr bleibt, außer einer schwammigen wabernden Massen aus tausend, kleinen Millionen,
gefü(h)(l)lten PanikTierchen.

Heute, Montag, ich kann in der Praxis durch klingeln und endlich einen Termin machen um dann zu wissen; wann und ein wenig, was kommen mag. Es ist ein: mich bis dahin hangeln und hoffen das die Angst und Panik mich nicht auffrisst.

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Das noch nicht soweit erforschte Paniktier (Phobia vulgaris [ˈfoʊbia vulgāris]),
sitzt tief im Kopf und löst im Körper die verschiedensten Symptome aus (wie zum Beispiel: Herzrassen, Schwindelgefühl, Zittern, Schweißausbrüche, Innere Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit, Hitze und Kälteschauer, Taubheitsgefühle …).

Einmal befallen von diesen fast unsichtbaren Parasiten (die ihr Opfer im seltensten Fall töten), ist es oft sehr schwer und langwierig die Paniktierchen zu bekämpfen. Durch ihr einnisten in noch unbekannte und unerforschte Gehirnregionen kann man sie selten direkt behandeln/angreifen, ohne dabei zu riskieren Schäden am Kopfinneren zu verursachen.

Sie fressen sich bevorzugt in den Erinnerungsspeicher und lösen Paniken/ Ängste aus.
und treten in den verschiedensten Momenten hervor. Oft plötzlich, schlagartig und hinterlistig, vor allem dann, wenn der Wirt glaubt nun mutiger und starker zu sein und die Angstgefühle unter Kontrolle zu haben. Das PanikTierchen ist erbarmungslos, saugt auf (alles). Es nährt sich am liebsten von der Angst vor der Angst, um sie (in den unpassendsten Momenten) in eine schiere bodenlose, hoffnungs-/ aussichtslose AngstPanik zu verwandeln.
Die Betroffenen Patient stehen dem ganzen meist Handlungsunfähig gegenüber. Neben einer Medikamentösen (Akut/ Dauerhafter) Behandlung, haben sich Verhaltensmethoden entwickelt um die Symptome erträglicher (aushaltbarer) zu machen.

Bei mir ist es Vielleicht eine sich damit auseinandersetzten und arrangieren oder eine Augen zu und durch Taktik.

Ich kenne einige meiner persönlichen PanikTierchen zwar, (also jetzt nicht persönlich, direkt, Auge in Auge. Kann ja nicht in meinen eigenen Kopf gehen und uns gegenseitig vorstellen lassen), doch es fällt mir immer wieder schwer mich bewusst in Situationen zu begeben, die sie nähren. Situationen die ich im Hier und Heute schon positiver erleben konnte. Wenn ich mir sage, …du weißt es passiert nichts …das hast du nun schon x mal durchgestanden… du schaffst das auch heute, dann sind die Symptome der fett- gefressenen Tierchen so da, wie einst (damals).
Neben dem Bewusst- machen, dass ich mich in neuen, anderen Situationen (wieder)befinde, helfen mir manchmal die einfachen zwei Worte:

„Keine Panik“.

Diese stammen aus der Buchreihe Per Anhalter durch die Galaxie von Douglas Adams.
Im Kopf wie ein Mantra sage ich es mir immer wieder vor:
Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik!Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik! Keine Panik!….
bis ich langsam eine innere Ruhe in mir verspüre. Es ist ein wieder in mich (rein) fallen, in mir ankommen, mich wieder etwas spüren, den Körper etwas mehr verbinden mit dem (hier)Sein.

Mit etwas mehr Mut in mir, spüre ich das innere Nagen und Fressen der PanikTierchen auch weiterhin, aber ich habe so die Möglichkeit für mich gefunden, ruhiger an die Situationen [*1], Dinge, Sachen heranzugehen und diese bestmöglich für mich zu schaffen, durchzustehen und auszuhalten. Es ist als würde mein Kopf klarer denken können (wenigstens ein wenig), nicht erfü(h)(l)lt von den ausgelösten Symptomen der meinen PanikTierchen.
Ich kann zu meinen Panik/AngstTierchen sagen:
Ich weiß das ihr da seid, manchmal wie tollwütig, doch ich habe keine Angst vor euch… Nun ja, ein bisschen schon. Das klitzekleine wenig Bisschen dürfen sie gerne auf- mampfen, denn nützlich können sie in wirklichen reellen und realen Gefahrensituationen sein und deswegen sollte ich sie nicht ganz verhungern lassen, denk ich


[*1] Ich meine Situationen die manchen Menschen gelingen ohne überhaupt mit der Wimper zu zucken. Diese würden vermutlich mit Unglauben auf meine Unfähigkeit starren. Es ist ja auch für mich unbegreiflich, wie ich in den einfachsten alltäglichen Situationen so versagen kann und das nur weil einem die PanikTierchen im Kopf sitzen. Manche Erdenbewohner sind stärker befallen andere weniger, warum das so ist, wurde noch nicht weitreichend herausgefunden.
Auch die jüngsten Forschungsergebnisse zu den PanikTierchen haben diesbezüglich keine neuen, aufschlussreichen Resultate hervorgebracht. Man darf gespannt auf die Zukunft sein- mit oder ohne einen Befall der PanikTierchen Phobia vulgaris.

(Anmerkung:
Das PanikTierchen mit dem zoologischen Namen Phobia vulgaris ist einzig meiner Phantasie entsprungen.)

copyright by Miss Tueftelchen

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