💭Gedanken fangen

…grün werd_bin ich

Ich habe viel darüber nachgedacht, wie es sich anfühlt, etwas von mir geschriebenes in einem Öffentlichem Rahmen lesbar zu machen.
Wie auf meiner Website (die ich schon seit einigen Jahren habe) oder jetzt auch hier in Form des Blogs.
Meine Gedanken drehten sich darum, warum ich das überhaupt mache? Wieso ich damals meine Texte und Gedichte online stellte. Vielleicht ist es ein Wunsch, dass irgendjemand da draußen meine, ich nenne es einmal, Lyrik lesen würde.
Ich weiß (ein Wissen), dass ich schon lange Texte, Geschichten und Gedichte schreibe und vielleicht will ich mich als eine Art Künstlerin sehen_ verstehen. Vielleicht möchte ich das andere Menschen meine Art der Kunst lesen, doch was würde ich bei denen erreichen…
GedankenAnmerk: will ich denn was erreichen, und wenn ja was?….
Besonders aussagekräftig sind meine Wortzusammensetzungen nicht und wirklich ein Statement oder etwas ausdrücken tue ich damit auch nicht.

Ich denke (darüber) immer wieder, immer weiter immer …
Dieser Wunsch gelesen zu werden, ist nicht aus den Bedürfnis entstanden, dass ich mich unbedingt mitteilen möchte. Ich bin kein MittelPunktMensch, bin lieber versteckt, unsichtbar, angrenzend an unscheinbar.

Mit der Website bin ich damals aus mir herausgegangen, es war ein real machen meiner Selbst. Ich konnte selbst lesen, dass ich das geschrieben habe und dies lies mich fühlbar machen, das ich etwas tue. Es mich gibt, das ich keine Phantasie meiner Selbst bin.
Ja, vielleicht ist es das… mit dem Schreiben mache ich mich selbst fühlbar und realer_lebend(ig)er

Ein Leben in einer Welt in der alle Menschen oft blind und Anteilnahmelos aneinander vorbei rauschen, ohne Berührungspunkte zu haben. Gemeinsam sich vielleicht begegnen und außerhalb einer bestehenden Beziehung (wie Freundschaft, Familie, Kollegen…) aufeinander zugehen, existieren. Vielleicht wollte ich in meiner eigenen Isolation Berührungspunkte mit realen Menschen schaffen. Es ist wie ein sich selbst körperlich machen, ein DaSein für das eigene ich zu schaffen, dass mir oft so schwammig zwischen den Fingern entgleitet, und ich drohe mich aufzulösen. Dann nicht mehr weiß ob ich noch in mir drinnen bin und da bin… es ist wie ein unwirkliches unreal sein, ein nicht mehr existent sein.
(Zugebend und DanachNachDenkend, habe ich mit den öffentlich lesbaren Worten, mir einen Ort geschaffen ohne wirklich real darüber nachzudenken_ nachgedacht zu haben, was dies auch noch zusätzlich bedeuten oder nach sich ziehen könnte…)

Es fällt mir alles andere als leicht, meine Worte auf meine Website zu parken. Ich stelle mich dabei gegen eine enorme innere Angst, angrenzend an Panik.
Wenn ich jetzt so drüber nachdenke ist das fast wie ein Statement an mich selbst, das ich mich traue, das ich es wage aus meinem Schneckenhaus auszubrechen. Ein hinaustreten und das entgegen meines Gefühls, dass ich das lieber nicht machen sollte.
Das mir zuruft:

Geh wieder hinein in das sicher Haus, geh hinein und versteck dich, verstecke deine Worte, deine Gedanken, sei unsichtbar, unreal nicht da!

Aber ich bin da… auch wenn es manchmal sehr schwammig ist und meine Wahrnehmung so verschoben ist, das ich das Gefühl habe in einer Art Matrix gefangen zu sein.
Ohne das ich dabei in die Welt oder besser auf die Welt treten kann… auf die Erde (nicht im Sinne von Weltkugel), dass ich spüren kann, wie sich die nackten Füße anfühlen. Die über Steinchen laufen, die das Gras spüren, feucht und kühl vom Morgentau. Und da senden mir meine Augen die wahnsinnig schöne Botschaft, dass es saftig grün ist, so grün das ich es kaum aushalten kann. Weil die Farbe so intensiv lebendig ist und ich kann sie spüren- die grüne Farbe- Sie fließt in mich_durch mich_ grün bin ich- verbunden durch kitzelnde, feine, kleine Grashälmchen an meinen Knöcheln…
Mich trauen einen Schritt weiter zu gehen? Nein, das wage ich nicht, weil ich so sehr Angst habe, ich könnte es kaputt machen, mit meinen tapsigen Füßen. Ich stehe da, auf dem gerade dem Winter entkommenen Gras, und spüre eine tiefe Betroffenheit. Wenn ich jetzt einen Schritt weitergehe, würde ich all das Wunder kaputt machen (können).
Mein Denken formt die Gedanken das ich nicht bis zum Winter da stehen kann. Doch auch das macht mir im Grunde keine Angst, nur das weiter gehen macht kein friedliches Gefühl. Es macht ein spüren nach un(aus)haltbarer Schuld… eine Schuld; ich könnte etwas zerstören , dass so unscheinbar unter meinen Füßen wächst, unbeachtet, von all den MenschenAugen die einfach so vorbei gehen. Sich vielleicht Fragen warum ich da stehe und doch einfach nur weiter gehen… und ich stehe da in Wind und Wetter und harre aus und warte ab bis ich es wagen kann weiter zu gehen… bis es sich stimmig, in Ordnung, warm in mir auf_an_aus_er_fü(h)l(l)t

Die Gedanken schieben die Worte zwischen mein Wirrwarr, wenn ich hier lange genug stehe, und mich anpasse an das Diesseits, wachsen mir dann Wurzeln? Passe ich mich dann an die natürliche Umgebung an und verholze zu einem Baum? Vorfreude durchfließt mich, bei dem Gedanken einen Anker in der Welt zu haben… und doch drängt mein Verstand dazwischen und meint das die Lebensphase nicht ausreichen würde, um sich derartig anzupassen…. schade denke ich noch…

Ja, so ähnlich fühlt es sich auch mit meinen Worten an, Worte die aus meinen Kopf fliegen in tausend Tentakelarmen und Synapsen Knüpfen wo eigentlich keine wären_ sein sollten. Und genau diese PusteblumenGedanken, die nur so kurz auftauchen um dann wieder zu verschwinden (meist für immer) die versuche ich einzufangen_aufzufangen um ihnen ein DaSein zu geben, einen Raum. Der in meiner realen Wahrnehmung so wenig Existenz hat und hier eine kleine Schatzkiste für mich bildet. Die Schätze darin sind meine Gedanken, die im Sekundentakt immer weitere Busladungen an neuen anbringen und ich es kaum erfassen kann. Die Momente verstreichen und ich schreibe und schreibe und lasse die Worte fließen. Ohne Zusammenhang und doch da, so nah… an mir…ich fast das Gefühl bekomme real zu sein und das glaube ich ist der Grund warum ich damals wie heute hier und dort meinen Wortfechtereien wie einen Standort gebe, weil ich in meinem Kopf_meinen Gedanken_ einfach zu wenig Platz habe.

Doch es gibt dabei eben die Riesen Komponente der MegaGroßenAngst in mir. Es ist ein extrem bescheuerter Verfolgungswahn an dem ich leide. Es grenzt schon an Lächerlichkeit. Damit meine ich nicht, wenn ich zum Beispiel unterwegs bin:
Ich dann glaube, das mich jemand verfolgt (gut manchmal ist das schon auch so) ich meine damit eher das ich immer und überall das Gefühl habe, das mich jemand oder vielleicht auch etwas findet. Ich weiß nicht wer oder was das ist, oder wo es her kommt. Es ist nur immer und immer wieder ein zentraler extrem belastender Punkt, in meinen_m Gedanken_Dasein. Der einfach meine Lebensqualität und vor allem auch Mut einschränkt. Die Ängste sind ein Käfig, die mich abhalten das Leben zu genießen, in all seiner Intensität, es befindet sich doch fast direkt vor mir (das Lebendige) und genau gegen diesen wahnsinnigen VerfolgungsAngstIrrsinn stemme ich mich mit meinen Zeilen in einem öffentlichen Bereich.

Manchmal fühlt sich das nicht stimmig an und dann möchte ich alles löschen, alle Buchstaben, Sätze weg machen, weil es sich nicht tragbar_aushaltbar_warm anfühlt.
Es ist eine Wirrwarr, was ich alles an seltsam irrationalen Gedanken in mir trage… doch dann denken meine Gedanken, es ist aber da, es sind Worte die aus mir_dir heraussprudeln und es darf ok sein denen einen Platz zu geben. Die Art und Weiße spielt dabei keine Rolle…

…die Gedanken durchdringen die Hemmschwellen- Membran und rasen polternd nach außen_vorbei, sind von einer Sekunde auf die andere unwiderruflich verschwunden_loren…
Deswegen überall zu jeder Sekunde, in jedem Momenten- einfangen: notieren, aufschreiben, Substanz geben…
Ich gebe mir selbst durch das Schreiben von Worten eine Art vorhanden sein, ein mich selbst, das oft nicht fühl_erleb_erinnerBar für mich ist_sein wird_war_werden wird…
… wie auch immer…
so schreibe ich, teile ich, mich,mit… hier und dort…weiterfort…

copyright by Miss Tueftelchen

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