~ 24 000 Liter

Im Laufe der schmelzenden Woche höre ich im Radio den Aufruf:
„gießt unsere Straßenbäume!“
Ein Moderator als Sprachrohr für die Pflanzen, die ihren Ruf, nach Wasser, nicht an uns tragen können…
… für mich fühlbar, nachvollziehbar, logisch…
…denn das ist es, was ich sowieso tue…
…also gießen…
…undenkbare Mengen an Wasser…

Wenn ich das so überschlage, habe ich etwa 24 000 Liter Wasser, an unsere grünen Mitbewohner vergossen…an gerade mal vier Tagen!
… eine unglaubliche Zahl…

Für das Vorstellungsvermögen:
24 000 Liter = ~2666 Flaschen im 6’er Pack á 1,5Liter (wie man sie im Supermarkt kaufen könnte ).
Eine Mega, krass, große Menge…
…dabei kommt mir der Gedanke, wie viele Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben…
…ebenfalls eine ziemlich große Menge…

Ist das dann Wasserverschwendung? Ist das in Ordnung? Wenn parallel_realistisch betrachtet Menschen verdursten?

Extrem ausgedrückt:
Menschen sind wie der Lungenkrebs der Erde… eine Todbringende Krankheit für diese…
Wir sind die Parasiten der Erde… (mich eingeschlossen)
Es ist keine Symbiose!
Nur ein nehmen, nutzen, verwerten, zerstören…
…ein „egal sein“ für viele Menschen…
Wie als würde die GrüneErdenWelt gar nicht da sein, nicht fühlbar sein… unbeachtet von so vielen.

Achtsamkeit kommt mir da in den Sinn und Dankbarkeit.
Eine einfache, kleine Dankbarkeit für einen Baum…
… dessen leise Anwesenheit nur durch spendenden Schatten bemerkt wird …
…wundervoll, kühlen Schatten und ganz nebenbei, den für uns lebensnotwendigen Sauerstoff, produzierend.

Ist den Pflanzen auch zu warm? [*1]

Ohne jetzt in tiefgreifende biochemische Erklärung abzugleiten [*2] möchte ich dennoch kurz festhalten, das Assimilationsprozesse [*3] Temperaturabhängig (+Licht,+ Wasser, + Nährstoff…) sind.
Bei steigenden Temperaturen werden die Stoffhaushalte und biochemischen Vorgänge (Sauerstoff, Wasser, Kohlendioxid, Auf-, Um- und Abbauprozeße …) gestört.
Zum Beispiel:
… fangen an Enzyme nicht mehr richtig zu arbeiten…
…die Wasseraufnahme wird z.B. durch das Schließen der Spaltöffnung gehemmt…
… die Atmung (Dunkelreaktion in den Mitochondrien) nimmt zu während die Photosynthese (Lichtreaktion in den Farbstoffbestandteilen wie Chlorophyll) abnimmt…
…usw.
Langfristige Folgen von extremen Temperaturen, hätte das Absterben der Pflanzen zur Folge…

… und das wäre für uns alle fatal, nicht auszudenken…
ergo tödlich.
…also langfristig gesehen.

Und wen ich weiter drüber nachdenke, haben die Pflanzen ja auch ein paar Millionen Jahre gebraucht um die Atmosphäre mit dem Prozentualem Sauerstoffanteil zu befüllen. Ein Anteil der für uns erst mal das Leben überhaupt ermöglichte.
Wir sollten also alle, sehr wohl, mehr als Dankbar sein!
Und nicht vergessen, wer hier die Vorarbeit, für unser Leben, leistete und heute noch immer unser Überleben sichert.
(Noch…alles nur eine Frage der Zeit…)

Pflanzen sind also unsere ganz leisen, stillen, geheimen Freunde und Freunden bittet man doch bei so heißen Temperaturen eine Erfrischung an…oder?

In meinen Augen, habe ich kein Wasser verschwendet, aber meine Augen sehen eine vielleicht andere Welt…


[*1] Warmgemäßigte Klimazone (wichtig wegen Pflanzenvorkommen und deren angepasste Eigenschaften an jeweilige Klimazonen.)
[*2] die dann doch irgendwie zu intensiv und unverständlich werden könnte.
Selbst für mich!
[*3]Umwandlung von Stoffen, Auf und Abbau wie bei Photosynthese und Atmung von Pflanzen

copyright by Miss Tueftelchen

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