🦄phäno(r)mal

♪ ♫ Mixtape ♫ ♪

Unglaublich, fantastisch und irgendwie wahnsinnig krass…
…finde ich, was es heute alles gibt…
…im elektronisch, technischen Bereich…
…ist es mir gerade wieder, extern, bewusst geworden, durch mein neues_altes Autoradio, (dass ich ja Aufgrund von DiebesSelbstbedienung erneuern musste.

Ich habe jetzt im Uraltstyle- ein funktionales, mäßig schönes, Kassettendeck Radio.

Kassetten, ja, das waren noch Zeiten.
Eine Kassette mit ohrentreu hörbarer Musik, habe ich doch tatsächlich noch ausgegraben und nun läuft rauf und runter eine PunkRockBand.
Erinnerungen werden da wach…nicht nur an ein_irgendwann_ewig_her früher.
Sondern auch an Zeiten ohne mp3, Cd’s, Computer und Internet.
Ich habe sogar noch original Kaufkassetten, von meinen (damals und heute noch) Lieblingsbands. Leider mittlerweile ziemlich_fast unhörbar.
Ich weiß gar nicht, wie ich diese Kassetten damals hören konnte. Verwöhnt sind meine Ohren von CD Qualität. Das einst Leiern und knirschen war mir gar nicht mehr so bewusst.

Gute Fünfzehn Jahre ist es her, dass Kassetten das letzte mal eine wirklich wichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben. Doch heute, im elektronisch Neuzeitalter, begebe ich mich wieder zurück in die gefühlte DinoUrZeit.
Ja, du liebe Kassette hast mich wieder.
Ich lausche deinem ewigen surren, knacken, rauchen und klicken, am Ende deiner SeitenSpielLaufzeit, wenn du mir sagt; nun kann ich dich von Seite A auf Seite B wenden (oder umgekehrt).

Eines ist klar, ein neues Mixtape muss her!

Waren das noch Zeiten, in denen man mit einer leeren Kassette dem Radioprogramm lauschte und auf sein erhofftes Lieblingslied wartete, damit es auf das Tonband eingefangen werden konnte.
Da traute ich mich kaum aus dem Raum, weil, natürlich, genau dann der erwartete Song gespielt würde.
Hatte man nun endlich das Glück, drückt man schnell auf Record_Aufnahme (und dabei aus lauter Panik gleich sämtliche anderen Knöpfe am Kassettendeck) und ärgerte sich zwei, drei Sekunden später darüber, dass der Radiomoderator noch mal reinquatschte oder das die Lieder am Ende nicht ausgespielt wurden und Werbung dazwischen geschaltet wurde.

Wie schnell geht es heute auf seinen mp3 Player oder das Handy seine Wunschmusik zu packen. Einfach an stöpseln an den Computer; Daten kopieren und verschieben.
Fertig.
Eine Sache von ein paar Minuten.
Doch so eine neue Mischkassette bestücken, dauert mindestens so lange wie das Band Spieldauer hat (so zum Beispiel die gängigsten Längen von 60 bis 90 Minuten). Je mehr Musik drauf passt, also je länger das Band ist, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, das es schneller anfängt unspielbar zu leiern. Die Musikkassette hat zwei Seiten A und B, die, die Gesamtspieldauer halbieren und bei älteren Decks muss man dann manuell die Kassette wenden. Bei meinen neuen_alten Radiokassettendeck geht das sogar schon automatisch, nur die Sache mit dem Stoppen der Vor~ / Rückwärtsspulfunktion hab ich noch nicht ganz raus.

Die Spulfunktion ist ein Faktor, der einen genauestens überlegen lässt, welcher Song es auf das neue Mixtape schafft.
Beim CD oder mp3 Radio drückt man einfach weiter und der nächste Song wird gespielt oder gar Shuttle [*1]. Das alles geht bei der altertümlichen Kassette nicht.
Wie gewöhnt ich an diese super tollen Funktionen bin, zeigt meine Arm_Hand_Körpererinnerung.
Wenn ein Lied kommt, das ich gerade nicht hören mag, geht mein Arm automatisch zum Radio, kurz vor dem erreichen, ruft mein Kopf:
Stopp! Weiter drücken ist nicht!. [*2]

Beim nächsten Song suchen, muss ich abschätzen, wie lange ich das Spulen laufen lasse, in der Hoffnung den gewünschten Song zu erwischen beziehungsweise diesen nicht zu überspielen (erwähnenswert wie schwierig es da ist, genau an einen Anfang des Songs zu spielen) [*3]. Es ist dann wie ein Glücksspiel mit prickelnder Freude und bodenschmetternder Enttäuschung wenn man zum x.mal ein Lied verpasst.

Die neue Mischkassetten muss allerdings noch ein wenig warten. Eine leere (glaube) 90 Minuten Kassette habe ich sogar noch.
Die wird es dann werden.
Ich kann sie ja dann, bis zum leiernden Todesurteil, ewig oft neu bespielen. Doch bis es so weit ist brauche ich Zeit (also in ferner Zukunft, im Urlaub) und vor allem Kabel und mein Radio.
Ich muss erst mal schauen wie ich das damals machte, als ich vom Computer Musik auf das Tape spielte. Ich kann mich noch erinnern, das ich bei meiner Anlage über den Mikrofon Eingang und Kopfhörerausgang gegangen bin. Bei meinem anderen Super Kassettenradio, mit anderen Anschlüssen, kann ich vielleicht über die Chinch Kabel gehen. Ansonsten, habe ich noch die Möglichkeit meine CD’s auf Kassette zu bannen- da muss ich aber mal schauen, ob das CD Deck von meiner Minianlage (auch schon gute Zehn Jahre alt) noch funktioniert…

Wird also alles in allem ein wenig aufwendig. Bis dahin nehme ich den Kassettenadapter an den ich meinen mp3 Player schließen kann und genieße noch leierfreie Musik… 😉


[*1]Bei meinen damals tragbaren CD Player konnte ich das Wort, für durcheinander abspielen, nicht richtig lesen. Für mich stand dort statt Shuffle- Shuttle. Das ergab für mich irgendwie auch Sinn, der sich mir heute nicht mehr wirklich erschließt (Ich glaube ich dachte, das so ein SpaceShuttle wild durch den Raum hüpft und von Himmelskörper zu Himmelskörper springt, so wie die Songs bei der Shuttle_Shuffle Funktion bunt umherspielen).

[*2]Ähnliche Erinnerungen sind, wenn ich zum Beispiel im Betriebsauto parke und die elektrischen Fensterheber betätigen will (die da gar nicht vorhanden sind).
Oder ein nicht mehr vorhandenes Dachfenster öffnen möchte.

[*3]Dann müsste man sich genau notieren wie und wann die Songs anfangen, wie lang sie sind um dann gegebenenfalls deren Anfang zu finden. Wird aber auch erschwert, weil das Kassettendeck ja nicht die Spielzeit anzeigt.

copyright by Miss Tueftelchen

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