💭Gedanken fangen

WasserTropfenGedanken

Mein Kopf ist ein Haufen bunter, grell, leuchtend und blinkender Reflexionen meines DaSeins.
Es ist ein Schmerz, der mir die Konzentration des Lebens raubt und droht mich, unter der Masse der FremdGedanken, zu verschütten.

Ich denke noch; nimm doch eine Tablette!…etwas das den Schmerz nimmt_betäubt.
Eine Tablette, klein und wirkungsvoll, doch es denkt auch in mir, dass ich aushalten sollte… ich nicht bei jedem kleinen Wehwehchen eine Pille einwerfen sollte_kann… ein weiteres Denken denkt, dass kann einfach mal nicht gesund sein.

Gesund sein…?
Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeesund…
… dehnt sich das Wort in meinem Kopf, ein Wort…ein Wort ohne wirkliches begreifen_bedeutungs- Gefühl…

Ein Körpergefühl…?
Doch ist es ein Gefühl?
Für mich ist es eher eine Wahrnehmung, ein spüren, dass der Körper ein Teil von mir ist, ich in ihm… irgendwie dranhänge…

In letzter Zeit ist es wirklich sehr schwierig für mich, meine körperlichen Grenzen zu Wissen. Damit meine ich nicht, dass ich kräftemäßig an meine Grenzen gehe. Das Gefühl dafür, ist noch weniger vorhanden.
Ich meine eher das Wissen, um die _meinen_ körperlichen Umrisse. Als hätte ich nie wahrgenommen oder gelernt, wie groß meine äußerliche Erscheinung ist.
Ständig stoße ich mich, Ecke an und hab blaue Flecken.
Es fehlt mir, wie, an Substanz die mir begreiflich macht; wo meine körperlichen Enden zu finden_fühlen sind.

Ständig lasse ich alles fallen.
Meine Hände gehorchen mir nicht wirklich. Es ist nicht so, dass ich Entfernungen nicht wahrnehmen würde und das mir deswegen alles nach unten fällt. Die Hände greifen anders als ich denke. Nicht vorbei_daneben, sondern eher wie hindurch und doch auch, das nicht. Manchmal weiß ich auch nicht, wie fest ich die Hände zusammenhalten muss, damit ich etwas halten kann… da fehlt das Gefühl, das Gefühl für die Hände_Arme und Koordination… Knotende Zusammenhänge auf dem Weg zwischen dem bewusst_fühlbaren Denken und dem völlig fremd und anders handelnden KörperGliedMassen.

Mein Kopf fühlt sich an wie eine wabernde, semiliquide, tiefschwarze, glitzersterndurchflutete Substanz.
Ich bin an meinem Kopf…nein… eher mein Gehirn gebunden.
Das kann ich fast körperlich spüren, dies ist Körpergefühl für mich. Die Verbundenheit mit den denkenden Kopfzellen und Synapsen, weniger die Zusammenhangsleinen mit der äußeren Hülle, die mein Ich-Sein in sich verschließt.
Warum auch immer das nötig ist.
Ich vermute; um nicht davon zu fliegen… fliegen… frei sein… ungebunden an weltliche Materie aus vorgeschriebenem Genmatsch… entstanden, gewachsen und doch so fühlbar in einer Hülle gefangen, als könnte ich die Gitterstäbe sehen_fühlen_ sie sind gesichert und ich kann nicht durch_raus… ich muss warten wie alle anderen. Warten auf das EndenSein um Frei zu sein…

Ich merke, dass ich da verankert bin und doch fühle ich so sehr, dass ich neben mir stehe.
Es ist als würde ich eine Kopie meiner Selbst sein. Eine Spiegelung neben der Realwelt, in der ich doch funktionieren muss_soll_kann_darf_möchte

Schwammig greife ich in das Real(er)Leben und gehe meinen täglichen Aufgaben nach.

Es ist unglaublich anstrengend und schwer diese Ich_bin_Da Konzentration aufrecht zu erhalten. Mein Kopf scheint zu platzen, als würde er überfüllt sein. Ja, zu viel drinnen. Irgendwie… seltsam… da ich, wenn ich versuche mir bewusst Gedanken über ein Thema zu machen rein gar nichts mehr denke… ich bin rigoros dazu imstande, für Außenstehende völlig verblödet zu sein_wirken…

Da ist dann ein Vakuum der Leere in meinem Kopf. Ich spüre förmlich den Wind, der durch die nicht- denkenden Zwischenräume pfeift und mir sagt, dass ich gefälligst aufhören sollte mir Gedanken zu machen…
…und es pfeift die Melodie…
…und tröpfelnd lasse ich mich fließen und schwimme davon, auf dem Gedankenstrom durch den Regen der Zeit, um im Meer des Lebens aufzutauchen und um mein Leben zu schwimmen.
Zwischen dem Weltenerlebendem Sein von tausenden Anderen…
Ein Tröpfchen unter Millionen mag ich sein… und doch erkenne ich, wie anders alle anderen sind und jeder für sich im Meer aus WasserTröpfchen um sein (über)Leben schwimmt…
…ein Schatten kommt über uns, ich tauche ab…
…der Rettungsring erschlägt tausende.
Gerettet werden eine Handvoll…
…Tröpfchen, kleben am Ring und werden in die Luft geschleudert…
…dampfend; schweben sie nach oben…
…denkend: ist das oben…?
…fallen sie und begreifen…
…alles …
…läuft…
… im Lauf der Zeit und tröpfelt zurück ohne Erinnerung, ohne Sein…

copyright by Miss Tueftelchen

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