🦄phäno(r)mal

AusgesperrterPrivatEinbruch

Eines wunderschönen, flauschig- kühlen Schnee Abends, wollte ich mich mit Menschen zum Abendessen treffen. Ist vielleicht nichts ungewöhnliches, machen Menschen wohl öfter… nun ja, ich nicht…

Ich hatte alles was ich brauchte: Fahrradbeleuchtung, Luftpumpe, Handy, Geld, Schlüssel… eingepackt, nur mich musste ich nun noch verpacken.
Unentschlossen stand ich vor meinen Kleiderschrank. Da ich vor hatte mit dem Rad zu fahren, musste es warme Kleidung sein (da WinterKalt). Doch zu warm sollte es auch nicht sein, denn wenn ich dort ankommen würde, wollte ich nicht das Gefühl haben, gleich wieder Duschen zu müssen.
Ein Oberteil kam mir in den Sinn und bei der Suche danach, in den unendlichen tiefen meines Schrankes viel mir das Wäscheaufhängen vom Vortag ein und das dieses Teil da mit bei war.

Ich verließ die Wohnung und ging auf den Dachboden (der genau neben unserer Wohnung war), pflückte mir das Oberteil von der Leine und ging wieder zur Wohnungstür. Die, wie sollte es auch anders sein(!), in der Zwischenzeit ins Schloss gefallen war.
Fassungslos starrte ich die verschlossene Tür an und begriff, dass ich keinen Schlüssel hatte. Ich hatte es geschafft mich im Winter, halb nackt(!) aus zu sperren.

Die Tür glich, ab diesem Zeitpunkt, einer mega, krass, gesicherten Tresortür und war für mich nicht mehr zu knacken. Dummerweise war ich auch allein zu Hause, die Mitbewohnerin war auch nicht da!
Selbst die Mieze ignorierte mein rufen. Sie konnte an Klinken springen und Türen öffnen, leider nur wenn sie das wollte und die Haustür, haben wir ihr beigebracht, war tabu… ergo konnte ich auch von Mieze keine Hilfe erwarten.
Ich ging weitere Rettungsmöglichkeiten durch. Ein Schlüssel lag bei der MitbewohnerinMutter, doch wusste ich nicht, ob diese daheim war. Und wenn nicht, stand ich am Ende nicht nur vor der meinen Wohnungstür, sondern auch vor meiner Haustür und der Haustür der MitbewohnerinMutter! Das Risiko, bei Temperaturen weit unter Null, war mir echt zu hoch. Ein Schlüsseldienst kam auch nicht infrage, weil eine Kontaktaufnahme ohne Telefon unmöglich war.

Ein HalsKloß und Tränen wollten schon wieder mein Denken hemmen!
Doch aufgeben?… Ich?… Und das ohne einen (Privat)Einbruch versucht zu haben, wollte ich auch nicht.
Ich ging zurück zum Dachboden und durchstöberte unsere, zum Glück offene, Kammer.
Ich fand nichts, rein gar nichts, dass irgendwie hilfreich hätte sein können…

Mit einem Kleiderbügel kehrte ich zurück, drückte eine kleine Scheibe nach innen (etwa Zehn Zentimeter Durchmesser) und versuchte dann, mit dem Bügel, die Türklinke nach unten zu drücken, um die Tür auf zu bekommen.
Ich erreichte die Klinke nicht einmal!
SCHREI nach Verzweiflung- innerlich..
Es gelang mir nicht wirklich, durch das Loch zu greifen und dabei hielt ich den Bügel nur mit den Fingerspitzen.
Unter extremer Anstrengung probierte ich weiter, bis mir klar wurde, das wird so nichts.

Ich kehrte auf den Dachboden zurück und bastelte an den Bügel noch einen Teil einer Krüge dran.
Fummelte dann mit meiner absurden Konstruktion zwischen Fenster und Klinke herum.
Nichts passierte.
Ich hörte ironisch_sarkastisch mehrfach das Handy klingeln. Sicher meine TreffenMenschen, die sich vermutlich schon fragten wo ich bliebe…

Mit der Tatsache vor meiner Tür zu stehen
… das Telefon zu hören und niemanden erreichen zu können…
… und keine Ahnung wie, wo, wann ich Hilfe finden würde…
… brach ich nun doch völlig verzweifelt und weinend zusammen. Ich saß auf der Treppe und wischte mir Tränen und Rotz aus dem Gesicht, ohne ein Taschentuch zu haben. Ekelhaft!

Völlig verheult stand ich auf und sagte mir: Das muss doch verfuuuckt noch mal gehen…!!!

Erstaunlicherweise schienen auf einmal, die Geister der Tür erbarmen zu haben. Ich schob meine BügelKrügenKonstruktion ein letztes Mal durch das Löchlein und traf auf einen Widerstand
-DIE KLINKE-
… die Tür schwang auf und ich konnte mein Glück kaum fassen…

Das eigentliche Oberteil konnte ich dann übrigens nicht mehr anziehen, war einfach voll gesaugt mit Verzweiflungsmist und nicht mehr zu gebrauchen (für den damaligen Abend)…
In wenigen Sekunden war ich warm eingepackt, schnappte meinen KlappDrahtEesel und raste die zig Treppenstufen hinunter… saß auf und versuchte die verlorene Zeit aufzuholen … so schnell war ich mit dem Teil noch nie gefahren… am Ende war ich fast pünktlich…

Eine nächste -mal- schnell- auf- den- Dachboden- Gehen- Situationen gab es dann nicht mehr, weil wir einen Schlüssel im Gummistiefel (Schuhschrank) [*1]
versteckten… 😉


[*1] Liebe potentielle Einbrecher, heutzutage haben wir keinen Schlüssel mehr in den Schuhen versteckt, da diese
1. in der Wohnung stehen und
2.der Schuhschrank heute mein Kleiderschrank ist…

copyright by Miss Tueftelchen

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