🦄phäno(r)mal

Miss Tueftelchens Einstieg in die „F€SkG“

Dieser Tage…

In einem Geschäft wollte ich Wolle kaufen, für ein kleines Projekt [*1], dass ich letzte Woche angefangen habe.
Ich tingelte durch die verschiedensten Angebote, schaute mir dieses und jenes an und stand dann mit Spiegelperlen [*2] und Geschenkband (Ergo Minus Wolle) an der Kasse.
Ich war direkt dran, also keine Warteschlange doch kein_e Kassierer_in weit und breit zu sehen. Warten bekam ganz neue Dimensionen.
Von Rechts hinten näherte sich eine Frau und wartete nun ebenfalls.
Irgendwann kam eine melodische Stimme und rief in unsere Richtung „ich bin gleich da…“ ich gab meinen Standartsatz für solche Fälle „keine Panik…“ zurück und wartete weiter.

Derweil überschlug ich die Kosten, überlegte ob ich bar oder nicht bar zahlen sollte. Kramte in meiner Geldbörse herum und war tatsächlich perplex, als plötzlich jemand vor mir stand und mir die Gegenstände aus der Hand nahm.
Die Mitarbeiterin des Ladens war so plötzlich aufgetaucht, dass ich wieder mal an meinem Verstand zweifelte und überlegte wie viele Sekunden, meines dort Stehens, ich irgendwie wieder mal ausgeblendet_nicht mitbekommen habe.
Ich wurde höflich gefragt ob ich auch eine kleine Tüte für…Euro (hab vergessen wie viel) haben möchte, ich verneinte.
Nun doch kurz entschlossen zog ich meine Geldkarte heraus und wollte sie ihr geben, doch sie zeigte auf einen Fünf Euro Schein der auf der Bargeldbezahlablage [*3] wartete.

Ich überschlug meine nicht vorhandene Erinnerung und war komplett verwirrt. Schaute in mein hinteres Geldscheinfach des Portemonnaies, da waren keine Fünf Euro mehr drinnen und ich hatte doch noch welche… oder?
Die Kassiererin meinte sie seien herausgerutscht als ich die Karte gezogen habe. Doch normalerweise geht das gar nicht, weil die Karte in einem anderen Fach ist.
Doch habe ich beim letzten Bezahlvorgang die fünf Euro hinten rein getan?
So das ich eventuell das Geld ins falsche Fach geschoben habe.
Verwirrt wie ich war_bin, kann das schon sehr gut möglich sein.
Doch sicher war_bin ich mir nicht!
Oder hatte ich die Fünf Euro schon hingelegt?…in dem Moment als ich den Preis überschlug, hatte ich mich dabei unbewusst, ganz nebenbei, parallel für Bar und dann doch im gleichen Gedankengang für Kartenzahlung entschieden?

Ohne viel Nachzudenken…

Obwohl innerlich mein Kopf rauchte vom überschlagenden:
Wie war das noch mal?
Sind das wirklich meine…?
Wie kommen die fünf Euro dahin…?
Wirklich mir rausgeflutscht…?
Ich die hingelegt…?

…bezahlte ich mit dem mir glaube ich un_bekannten Fünf Euro Schein.

Oh je, hab ich mich damit schuldig gemacht?
Werde ich jetzt eine kleine kriminelle Ganovin und steige bei der F€SkG= Fünf-€-Schein-klauende-Gang ein?

Irgendwie war ich aber auch wieder sicher, dass es meiner war, weil der so einen Knick hatte. Aber denn haben andere vielleicht auch… wer kann da schon sicher sein?

Unwohl, verwirrt, chaotisch und alles andere als geordnet_normal verlies ich das Ladeninnere.
Beim Überqueren einer Straße höre ich die schrille, unhöfliche Stimme einer Frau die mir hinterher brüllt:

„JUNGE FRAU…“

… ich drehe mich verwirrt um, weil ich instinktiv spüre das ich gemein bin…

„…DIE FÜNF EURO VORHIN; WAREN ABER NICHT VON IHNEN!“

Ich spüre wie mir die Schamesröte ins Gesicht steigt und meine Körpertemperatur die ganze Welt zum Kochen bringen könnte…
… wartete noch, das der Boden sich auftut und mich verschlingt, doch wie immer tat er es nicht…

…und wendete mich ihr zu und argumentiere, dass ich vorhin (in einem anderen Geschäft) mit Zehn Euro Bar gezahlt hatte und dabei einen Fünf Euro Schein im Wechselgeld zurück erhalten hatte!
Der war aber nicht mehr da!
Ich zeigte ihr meine leere Geldbörse…
Sie jedoch ließ sich nicht davon abbringen, dass ich eine kleine Diebin bin_wäre.
…aus dem nicht vorhandenem Inhalt (nämlich Bargeld) folgerte ich, dass es sich bei den un_bekannten Fünf Euro Schein wohl doch um den meinen handelte.
Sie erwiderte, dass der Schein einer Person gehören würde die zwischen uns dran gewesen wäre, doch im Nachhinein wurde mir bewusst, dass ich und sie doch die einzigsten waren die gewartet hatten.
Wenn dann müsste jemand vor mir diesen Geldschein liegen gelassen haben und wenn an dem so gewesen wäre, wieso würde ein Fünf Euro Schein der aus einer Kasse kommt gefaltet sein?
Die legen die doch Stapelweise da hinein.

Mein Gefühl sagte mir, dass ich hätte in den Laden zurück gehen müssen.
Verwirrt wie ich jedoch war, kam ich nicht auf den Gedanken und ging meines Weges.

Jetzt hier, im Moment des Schreibens, kommt mir der Gedanke, dass ich hätte die Kassiererin fragen können ob sie sich an einen Kunden vor mir erinnern würde und ob dieser irgendwie die Fünf Euro liegen gelassen haben könnte.
Ich hätte sie ja auch einfach mal fragen können, ob sie gesehen hatte, dass diese vermaledeite Fünf Euro Schein bei mir raus gefallen war oder ich sie unbewusst [*4] schon dort abgelegt hatte…

Insgesamt habe ich ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, dass ich vielleicht ja_nein jemandem Fünf Euro geklaut habe.
Es lauert ein diebisches Schuldgefühl in den Ecken meiner Gedanken und wartet, dass es mich auffressen kann!
Doch ich rufe ihm entgegen, dass alle logischen Argumente dafür sprechen, dass es keinen Grund zum auflauern_fressen gibt…und wo keine wirkliche Schuld nachgewissen, da gibt es auch nichts zum verspeisen…


[*1]Dazu später einmal mehr… 🙂
[*2]Sammele jetzt schon mal für meine bevorstehende Vorweihnachtliche DekoBinderreiAktion. Bilder aus den letzten Jahren könnte ihr in den beiden Alben finden:
😉 Christmasarrangements
🙂 Christmaswreath
[*3]Wie nennt man denn die kleine Schale, die auf den Tresen von Geschäften liegt?
[*4]Unbewusst, weil mein Alltag geprägt ist mit VerlustSekundenMinutenStunden… Da kann ich mir oft nicht sicher sein, und_oder selbst Vertrauen was ich gesagt_getan_usw. habe. Das ist es auch was mich kirre_verrückt_von Sinnen (•̪●) macht.

copyright by Miss Tueftelchen

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