💭Gedanken fangen

Geduld, die

…eins… zwei… drei…

Wann geht es denn endlich los_weiter_voran_vorwärts….?

Nur Geduld…

Geeeeeeeeeeduuuuuuuuuld…
… eine magische Eigenschaft.
Deren Existenz mir irgendwann ins Bewusstsein gerückt ist…

Ich bin eine hibbelige, chaotische, schnelle, hektische Person und die Geduld war mir lange Zeit eine unbekannte_Fremde.

Dunkel erinnre ich mich an Zeiten, wo ich sehnsüchtig auf etwas wartete und es kaum noch aushalten konnte…
…oder ich entdeckte etwas das ich haben wollte_unbedingt[!]_glaubte zu brauchen. Da musste ich sofort los fahren_rennen_stürmen_gehen und es in meinen Besitz bringen[*1]
WILLhaben! …

…doch heute im GegenwartSein…?

Stellte ich fest_bemerkte ich, dass sich etwas irgendwann_wie daran geändert hat.
Sicher gibt es noch immer Dinge…
(Beispiel Konzertkarten meiner allerliebsten Lieblingsband, SOFORT Karten Kaufen!!!)
… wo die Geduld sich versteckt und durch unvorhandenität glänzt.

Doch bei anderen Dingen kann ich erstaunlicherweise warten…
… da bin ich so geduldig wie Papier…
…also ich bin kein Papier…

Ich glaube zu begreifen_merken, dass ich durch meinen Beruf geduldiger geworden bin.
Ich arbeite mit…
… kleinen WeltenWundern…
… den Faszinierendsten Dingen…
… grünen, bunten, duftenden, einsamen, großen, kleinen, haarigen, stachligen, harten, weichen, flauschigen, zerknitterten, giftigen, süßen, raschelnden, magischen und unglaublichen…
… natürlichen Lebewesen…

.. und Sie brauchen Zeit, um so unglaublich zu werden.

Ich darf_kann das Pflanzenleben beeinflussen_sie verändern, so dass sie manchmal (ja so ist es!) unglaublich schrecklich aussehen.
Doch mit der Zeit, mit Tagen_Wochen_ manchmal auch Monaten_Jahren verwächst alles.
Wie eine Neues Lebewesen hat es sich gemausert, doch nichts hat sich wirklich an dem ‚Ausgangsstoff‘[*2] geändert…
…aus dem Nichts wurde etwas Neues_Gewachsenes und ich habe etwas dazu beitragen können, doch für den Weg…
… da brauche_te ich Geduld…

Dinge die wachsen brauchen Zeit, wie die Menschenkinder auch.
Viele Menschen wollen oft, dass etwas sofort fertig ist, ganz und gar, so wie es eigentlich erst in ein paar Jahren sein_aussehen würde…
… eben mit etwas Zeit…

Schnelles Leben, schnelle Welt, alles ist schnell, unschlagbar vollkommen…
…  ich glaube zwischen all der Geschwindigkeit, gehen die Einschätzungen, wie viel etwas bedeutet[*3] verloren…
Es fühlt sich so an, als würden einst so kostbare Dinge als selbstverständlich (vorhanden) vorausgesetzt werden hier auf dem ErdenWeltenTeil

Ein positiver Vorteil am sich Zeit lassen und abwarten, finde ich, ist auch, dass ich mal nachdenke und mich (theoretisch) vorab informieren kann_könnte.
Ich die Magische Zeit habe, Dinge zu vergleichen und zu überlegen_prüfen, ob ich wirklich, unbedingt brauche_benötige_habenWILL, was ich da so ungeduldig erwarte…

… oder…

…ob es nicht auch die geduldige Vorfreude ist, die das Leben so einzigartig, phantastisch, bunt macht.

Wünsche und Träume lassen das Herz rasen, den Verstand aussetzten und blasen Sauerstoff ins Dasein auf das, das Gehirn wie im Rausch, beflügelt weiter reist…

…vielleicht wird man ja auch einfach nur, mit den ÄlterErdenJahren etwas ruhiger…


[*1] meeeeiinn Schatz 😀
[*2] Ausgangsstoff= Pflanze… geändert hat sich natürlich das äußere Erscheinungsbild und der Nährstoffhaushalt, alles ist immer im Wechsel, in Veränderung…  wie bei uns Menschen auch…
[*3] Eigentlich mag ich lieber Wert von etwas schreiben, aber eine Wertung an sich mag auch nicht einbringen. Jedoch glaube ich, dass in der alles muss billig sein, der Wahre Wert von KaufDingen verloren geht. Damit meine ich den Gedanken, wie viel Arbeit in den Dingen steckt. Weiß denn heute noch der WeltenMensch was auf den Feldern der Welt passiert und das zum Beispiel ein Brot nicht auf Kastanien wächst? oder Milch nicht aus dem Schnee der Alpen gewonnen wird? …

copyright by Miss Tueftelchen

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2 thoughts on “Geduld, die”

  1. „Unvorhandenität“ – darauf muss man erst mal kommen! –

    Wieder ein schöner Eintrag, an dem man erkennt, wieviele Lebensmetaphern Du auf Dein berufliches Tun projizierst bzw. umgekehrt. Du liebst Deine Arbeit sehr … – das ist schön, wird leider seltener …

    Geduldiger bin ich mit den Jahren geworden, ruhiger nicht – innerlich werde ich leider immer noch mehr zu einem ständig durchgequirlt seinenden Rührei. – Ich nehme ALLES auf, was um mich herum geschieht, und das ist mehr als gut ist. Aber das ist wohl eine Eigenart, die mir irgendwer geschenkt hat, und die bei mir geblieben ist und bleibt.

    Viele liebe Grüße an Dich und eine gute Nacht!

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    1. Ja, da hast du recht, ich mag meine Arbeit sehr.
      Mir war gar nicht so bewusst, dass ich viele LebensDingeErkenntnisse aus meinem Beruf herausnehme, recht hast du.

      Ich finde es auch sehr Schade und auch irgendwie schlimm wenn Menschen einer Arbeit nachgehen die ihnen rein gar nicht zu sagt.
      Leider, kann man sich das selten so ganz gemocht heraus suchen.

      Geduld und Ruhe, glaube ich, müssen nicht unbedingt beisammen liegen. Ich bin auch geduldiger Geworden, doch ruhiger nicht unbedingt. Ruhiger was das geduldige Warten angeht.
      Doch auch sauge ich alles um mich auf wie ein Schwamm, auch wenn etwas weit entfernt von mir ist.
      Da ist es finde ich, auch schwer, so vieles nicht als Belastend zu empfinden und dennoch für sich eine innere Ruhe zu halten.

      Vielleicht findest du noch Wege wie du aus dem durch quirlten Rührei ein Spiegelei (das ich als ruhiger definiere) machen kannst.

      Liebe Grüße und vielen, vielen Dank für deine DenkAnRegenden Zeilen.

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