💭Gedanken fangen

… monatlICH&Es…

…Sterben_Leiden für Fortgeschrittene.

Ich sitze da…
… gefühlte Stunden…
… warte…
… dass der monatliche rote GewebeKackMist aus mir raus tropft.

Worte fließen in mich, doch es hilft nichts.
Worte bringen kein ent_ab_leiden.
Ich höre in der Stille Stimmen.
Stimmen von nebenan, über uns, nah, Stille…
… und doch unendlich weit entfernt.
Einsamkeit in mir, hier in meinem tauben, atemlosen Schmerzkokon.

Mit einem sausenden Brausen und fließender Luft, springt der Lüfter an und saugt das verbrauchte Elend hinaus.
Hinaus in die Freiheit.
Kalte Luft wird durch die Türschlitze gesogen. Eine Haut aus Gänsen bildet sich an meinem Knöchel und kriecht konstant nach oben. Ein eiskalter Schauer von unten nach oben (?).
Und da stelle ich mir die Frage:
Ob ich Kopfstand machen solle, um ein WeltenErdenGesetzt von Kälte fällt nach unten, nicht außer Kraft zu setzten.

Schummrig ist mir, halte mich am weißen Keramikrand fest. Übelkeit treibt mir die Tränen in die Augen und Erbrochenes in die Kehle, mit ekelnder mühe wirke ich es wieder herunter.
Jeder Muskel ist angespannt, als würden sie gleich alle zerreißen und ich in mich zusammenfallen, wie ein skelettloser Körper, vielleicht ein Wirbeltier ohne Wirbel…
Amöben[*1] gleich, harre ich aus und warte.
Warte auf das Vergehen, während des zerfließen in Schmerzen.
Ich wünsche mir, in einer der Schmerzexplosionen, in tausend Teile zu zerstäuben und mit der Luft davon getragen zu werden
Davon aus dem elendigen schmerzfühlendem Körper.
Ich zerstaube_falle nicht.

Ich bin da, in voller Konsistenz und funktionierendem fühlen.
Ein fühlen das ich mir so oft wünsche, wo es ersehnt nur Taubheit in mir gibt.
Doch an solchen Tagen wie diesen, da sind sie da, die Körpergefühle und ziehen mich in Lebenslos erstarrte Schmerzwelten.
Sie reißen, toben rumoren, drücken, ziehen, krampfen und kneifen in mir. Ganz so, als wollte mein Körper und alles darin (incl. mir) sich von innen nach außen stülpen.
Bei dem Gedanken an mein mich danach wird mir noch übler.

Nach vorne gekrümmt von unbeschreiblichen Schmerzen, tropfen salzig feucht warme Tränen auf den Fliesenboden und vermischen sich mit dem Rotz meiner bodenlosen Hoffnungslosigkeit.
Meine Hand greift nach vorne und reißt Streifen vom Weihnachtsklopapier ab. Rentiere und Schneeflocken werden getränkt in dem Abschaum meines Körpers. Ich reise noch zwei Bahnen ab, um aus meinem Gesicht die Spuren des monatlichen Leidens zu wischen und die TränenKloßverstopfte Nase wieder atmen lassen zu können.
Atmen, ich muss atmen! Den Schmerz raus atmen, denke ich als ich aus dem Bad in die Realität wankte.

Ich halte mich an der Tür fest, um nicht zu fallen, weil der Kreislauf meint verrückt spielen zu müssen, auch noch Tage vor und nach dem monatlichen Sterben_Leiden.
Ein zartes inneres Stimmchen denkt mir einen Witz: Irgendwas mit einer Blondine, einem Friseur und Atmen. Ich kann nicht Lachen… [*2]
Lachen so ein fremdes Wort, im auftauen der Gedanken, fließt eine für mich selten lucky Situation der vergangenen Tage und für eine Sekunde kann ich wieder lächeln und vergessen und erschöpft, raffe ich mein Sein wieder auf und sammle mich für die kommenden Stunden_Tage…

… und aus dem Nebenzimmer höre ich den Satz:

„immerhin leidest du leise!“


[*1] Amöben= Einzeller ohne festen Körperumriss, Wirbellose Tiere= Vielzellige Tiere ohne Wirbelsäule

[*2] Nicht weil es mir zu Mies geht, sondern weil ich Witze nicht mag, nicht verstehe, nicht lustig finde. Selten kann ich wirklich lachen… zu selten. Mir fehlt ein Ironie_Sarkasmus Gen oder so was…

copyright by Miss Tueftelchen

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4 Gedanken zu „… monatlICH&Es…“

  1. Was für ein Text! Was für ein Empfinden, das sich mir mitteilt durch ihn und mich unweigerlich mitfühlen lässt. Ja. Ich KANN nicht anders.

    Und weil das so ist, weiß ich, wie sehr Du Dir wünschst, dass es wieder anders wird, dass es Dir wieder besser geht. –

    Ich kann nicht viel tun in diesem Sinne, liebe Miss Tueftelchen.

    Eine Meldodie mag ich Dir wenigstens da lassen und schöne Bilder dazu. Die Melodie beginnt ganz, ganz langsam, sphärisch erst, längere Augenblicke lang und entwickelt sich dann, begleitet von einer zarten klaren Stimme. Und lässt Dich nachher sanft schwingen und, hoffentlich, ein bisschen vergessen.

    Ich weiß nicht, ob solche Musik auch ein bisschen DEINE Musik ist. Aber ich wünsche es mir, hoffe es. Wenigstens, dass sie Dir ein bisschen Heilung schenkt.

    Hier ist sie – Von Vangelis und Kagaya:

    Liebe, sternflüsternde Grüße an Dich!

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    1. Hallo Sternenflüsterer,
      Danke für die Melodie… ist mal etwas anderes für mich. Ruhige harmonische Klänge sind allerdings weniger so meins, für mich ist Musik bedeutend und mitreisend und helfend wenn ich sie spüren kann. Wenn die Musik durch mich hin durch strömt und die einzelnen Noten durch meine Gedanken tanzen…

      Danke für deine Hoffnung.
      Es wird ja auch besser, wenn das monatliche Leiden vorbei geht, ist…
      … bis zum nächsten mal, dann fängt es von vorn an…
      Frau könnte es kennen, Mann eher nicht

      Danke für deine Zeilen

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      1. Mann kennt es auch. Im MIndesten von der eigenen Frau … 😉 –

        Hmm, was die Musik angeht probiere ich es bei passender Gelegenheit mal mit etwas, was Du mutmaßlich mehr spüren wirst. (Ich höre auch nicht nur solche Sphärischen Sachen …)

        Immerhin, die Melodie, die ich hierließ, hast Du doch angehört. Ich wollte halt was dalassen, was Dich von dem Quälenden ein bisserl wegführt …

        Wieder liebe Grüße an Dich und, bitte, hab‘ schöne Ostertage!

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        1. Ja, ähm, ehrlich gesagt, hab ich sie vielleicht eine Minute angehört… war lieb gemeint.

          Erklärend muss ich vielleicht schreiben, meine Texte_Blogzeilen sind nicht immer aktuell… manches hab ich auch schon vor längerer Zeit geschrieben…

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