💭Gedanken fangen

… Irgendwo ist jetzt genau hier…

Die WeltenBotschaften des Horrors schwappen jeden Tag ins LebensDasein und sicher, ich_man denkt darüber nach, macht sich Sorgen und fragt sich, was mit der Welt kaputt ist?
Warum das alles so kommt?
Aber ist das wirklich alles so plötzlich?
Ich habe das Gefühl, wenn ich nicht irgendwann mal aufgehört hätte lebendig zu sein und teil zu nehmen, am Leben und Weltgeschehen würde ich verstehen was da alles passiert.
Damals, als wir noch auf Demos gegangen sind, als wir noch dachten etwas erreichen zu können.
Damals…

Damals waren wir noch Demonstrieren.
Damals waren wir noch wo gegen…
Damals hatten wir eine Meinung.
Damals war alles anders….
… war es das?
Ist nicht das Damals noch heute genauso?

Heute gehen andere Demonstrieren… denk ich…
… doch sind nicht die vielen damals Dinge, die Altlasten, die uns heute in die Gegenwart geschleudert kommen?

Wie komme ich darauf?

Ich bin gerade dabei meine Photos (ja mit Ph weil damals lang her und da schrieb man das noch so… wirkt auch viel runder, schöner, Foto ist so ein kaltes Wort….so kurz, so wenig Ausdruck….bam da ist es das Foto… aber ein Photo das spielt einem auf der Zunge und möchte emotional ergriffen werden_angeschaut und gesehen…) zu digitalisieren, also mit einem Scanner in eine img Datei zu verwandeln. Dabei bin ich auf Bilder gestoßen die so lange her scheinen (bestimmt schon gute 13 Jahre) und doch, sehen sie aus als wären sie erst gestern gemacht.
Aktuell und doch schon so lange her.

Heute, sitze ich hier in meinem heimlichen zu Haus und schaue auf die Nachrichten, auf die vielen Texte, Bilder und Botschaften aus der Welt und beim Lesen hab ich immer wieder das Gefühl, die Zusammenhänge nicht zu sehen.
Ich weiß nicht_s.
Passiert das alles wirklich so wie es berichtet wird?

(Damit möchte ich nichts gegen die Berichtserstattung schreiben, auf keinen Fall!)

Ich hab nur das Gefühl, dass manche PolitikSysteme uns Dinge glauben lassen wollen, damit sie einen Freifahrschein bekommen. Einen Freifahrschein die Rechte und Freiheiten der „Untertanen“ Bevölkerung einzuschränken.

Dinge die in der Vergangenheit schon ähnlich geschehen sind.
In der Geschichte vorgelebt und jetzt?

Wirkt alles wie eine Wiederholung unter anderem Namen.

Ihr merkt, ich eire herum und werde nicht konkret. Das kann ich auch nicht, weil ich keine Ahnungen_Gefühle_Theorien verbreiten möchte, ohne einen blassen Schimmer von irgendwas zu haben. Denn wie gesagt, irgendwann hab ich aufgehört zu schauen was hier und da passiert. Irgendwann hab ich einfach mein Leben zusammengeklaubt und weiter gemacht.
Mit dem Gedanken zwar eine Meinung zu haben, doch die nicht mehr lautstark vertreten zu müssen…

Warum?

Weil es andere besser konnten_taten. Weil andere gehört wurden_werden?
… und am Ende doch nichts erreich(t)en…

Und nun sitze ich hier und lese ein paar Minuten meines Tages den Horror der Welt…
… dort…
… hier…
… überall…
Ein paar Minuten…
… dann schalte ich den Computer aus.

… wie ein weg drehen, Ausschalten der Botschaften und eintreten in meine Welt, die scheinbar so weit weg zu sein scheint.
Ein ParallelUniversum in das niemand eindringen kann…
Es fühlt sich an, als würde ich mit dem Abschalten des Computers auch die existierende Welt entfernen. Wie ein schließen einer Datei, das Stopp drücken eines Songs oder Videos, das beenden eines Telefonats…
… bis zu einem Zeitpunkt an dem ich wieder Zeit finde…

Phlox paniculata 'Younique Bicolor' or 'Sweet Summer Candy'
Phlox paniculata

Mein nächste Morgen beginnt mit den Wecker klingeln und ich denke kurz an die vielen Menschen…
… die voller Angst in ihren Tag starten, die überleben, kämpfen und hoffen und ich?

Ich steh auf, mach meinen Kaffee, sammle mein Zeug zusammen und mache das was ich immer mache.

Alltag. Arbeiten. Innerlich Kämpfen…
… innerlich so minimal klein eigentlich…
… leicht alles so leicht hier und doch…
… kämpfe ich um (m)ein Leben und der Kampf ist so sinnlos.
Nein nicht sinnlos so ohne Bedeutung, eher ein sinnlos nach dem Motto, dass es keinen Grund für mich gibt zu kämpfen, dass es mir gut geht hier, in noch Frieden, in meinem sicheren zu Hause, hier …

Ich denke an die Menschen auf der WeltenErde, die wirklich kämpfen, die eine wirkliche Bedrohung über_erLeben und ich heule herum wegen nichts…
… wegen KopfDramaSachen…

Ich denke an die Menschen die jeden Tag beginnen mit dem Gedanken, es könnte der letzte sein. Die keine sicheren_schlafenden Nächte haben.
Menschen die extremer Gewalt fühlen, beobachten, erleben… die Angst haben müssen diese Tag täglich am eigenen Leib zu erfahren …
Keine existierende Sicherheit…
Waffenruhen werden ignoriert…
Menschen werden täglich getötet, entführt, gefoltert, erschossen, geköpft, Vergewaltigt…
… ihres Lebens beraubt.
Ihres Lebens das sich Alltag nennt, eines Lebens in dem du
… nicht Angst haben musst…
… einfach so raus gehen kannst…
… die Nächte durchschlafen kannst…
… dich mit Freunden vergnügen kannst…
… Frei sein darfst…
… Denken_Sagen kannst was du möchtest
… deine Kinder zum spielen raus schicken kannst…

und dabei fällt mir eine Textstelle aus einem Buch ein, dass ich vor langer Zeit einmal gelesen habe.

„>>Irgendwo auf der Welt geschieht immer etwas schreckliches<<, sagt sie langsam. >>Irgendwo ist Krieg und wir gehen ins Kino. Irgendwo verhungernd Menschen und wir feiern eine Party. Irgendwo…<<

>> Aber Irgendwo ist jetzt genau hier, Anna<<, sagte Eric traurig.

>>Ich weiß.- Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie es wäre, wenn sich wirklich jeder für den anderen verantwortlich fühlen würde. Würden alle Mütter der Welt die Fenster öffnen und rufen: Kinder, hört auf zu spielen, irgendwo ist Krieg? Würde es den Leuten in Irgendwo dadurch besser gehen?<<

Roland Jungbluth, Remember, Würzburg, 2012 , S. 228
ISBN 978-3-401-06757-5

Manchmal braucht es nicht mehr Worte…


copyright by Miss Tueftelchen

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6 thoughts on “… Irgendwo ist jetzt genau hier…

  1. Die tägliche Konfrontation mit den Greueltaten dieser Welt, hervorgerufen durch Medien und soziale Netzwerke, geben einem das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Das macht diese Greueltaten noch viel schlimmer, denn nun trägst du diese auch im Herzen und bist genauso ein Opfer geworden. Die großen Ungerechtigkeiten dieser Welt kannst du nicht ändern, denn sie liegen außerhalb deines Handlungsspielraums.
    Mein Zugang ist, zu akzeptieren das schreckliche Dinge auf dieser Welt geschehen. Mann kann aber versuchen durch Nächstenliebe und Selbstlosigkeit einen kleinen Mosaikstein zu einer besseren Welt beizutragen. Und wer weiß, vielleicht sorgst gerade du dafür, dass andere deinem Beispiel folgen…

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    1. „…einen kleinen Mosaikstein zu einer besseren Welt…“
      Das hast du sehr schön geschrieben…

      „Die tägliche Konfrontation mit den Greueltaten dieser Welt, hervorgerufen durch Medien und soziale Netzwerke, geben einem das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit.“
      NachDenklich…
      … da komme ich etwas ins Grübeln, also bei mir sind die Greultaten eher nicht durch die Medien hervorgerufen. Durch chronischen Zeitmangel bin ich wenig durch Medien und soziale Netzwerke informiert. Es sind immer nur Bruchstücke die ich aufschnappe und die sich zu BildZusammenhänge in meinem wirren Hirn formieren…
      Hilflos und Ohnmächtig fühle ich mich eher, weil Politik und Zusammenhänge nicht offen liegen und ich mich nur Teilinformiert fühle. Ich_Man weiß ja nie wirklich was, wer, mit wem, wann, wofür und warum ab_ausMacht…

      Auch ein Opfer der großen Ungerechtigkeit… nein, so fühl es sich für mich nicht an… Ich nehme Teil und wahr, denke darüber nach, bin aber (noch) kein Opfer der Ungerechtigkeit oder des WeltenGeschehens… Vielleicht fühle ich das anders, weil ich irgendwie in meiner kleinen Welt lebe, die zwar nach außen Berührungspunkte (wie diesen hier) hat, dennoch wie eine Seifenblase in sich geschlossen ist.

      Ich denke du hast es sehr wahr getroffen, ein jeder kann dazu beitragen, auch im Kleinen das alle Menschen sich untereinander wieder aufgehoben Menschlich fühlen…

      DankeSchön für deine Worte, sie lassen weiter NachDenken…

      ⭐ blaueGrüße

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