💭Gedanken fangen

virtuell#real

… oder eher real#virtuell…

Ich habe schon manches über das (Fehl)Verhalten von Menschen in der InterNetzWelt gehört_lesen[*1].

Vorab sollte ich vielleicht erwähnen das ich nicht gerade der soziale Vorzeige Mensch bin. Ich meide Menschen_Freunde_Kontakte, einfach alles was mich in Situationen bringt, wo ich mich mit anderen Menschen auseinander setzten muss.
Das hat nichts damit zu tun, dass ich das nicht möchte oder Menschen nicht mag. Es ist einfach so, dass ich so oft in MomentSituationen komme, wo ich den Faden verliere, überschüttet werde mit Lebensrealitäten, Himmelhochblauen und grautieferdige Alltäglichkeiten, die im Leben der Menschen Rollen spielen, ihre Sorgen_Probleme…
… dass ist oft alles zu viel.
Zu viel, wie das MenschenWeltLeben, das lesen hier und da und das begreifen, wie schlimm die Menschheit ist, (das brauch ich insgesamt hier wohl nicht aufzugreifen).

Jedenfalls wieder zurück zum Thema.
Viele Menschen gehen in der virtuellen Welt viel offener mit Verhalten_Themen um, reden über alles Mögliche und machen Dinge.
Dinge wie schlicht und einfach Grüße zu senden, an Menschen die sie vielleicht gar nicht kennen.
Fremde Menschen.
Menschen (und da hoffe ich wirklich da es Menschen sind) die, am besten immer und überall, an ihren Internetfähigen Geräten sitzen und das Leben anderer verfolgen.
Warum?
Weil das eigene LebensDaSein so langweilig ist?
Vielleicht auch schwer fällt?
Weil das nicht-in-Kontakt-stehen mit anderen_ die Stille, immer und überall, nicht aushaltbar ist.

Wie schnell schreibt ein Mensch etwas von einem:

… ich drücke dich…
… ich umärmel dich …
… ich hab dich lieb…
… ich bin bei dir…

oder fügt eines der vielen Emotiens hinzu.

Sind wir Menschen heut zu Tage darauf angewiesen?
Und durch die Menschen (vielleicht Freunde, vielleicht Un_Bekannte) uns unsere tägliche Ration:

Ich-bin-da…
Hab-mich-lieb…
Drück-mich…

abzuholen?
Weil es in der Realität zu wenig davon gibt?
Sind wir so einsam?
Oder braucht es mehr Umärmelungen und liebevollen Zuspruch als einst damals[*2]?
Braucht es eine Millionen Follower auf irgendeiner Seite, damit wir uns Vollständig_Gesund_Lebendig fühlen?

Wie weit würdet ihr gehen_geht ihr euch vielleicht unbekannten Menschen anzuvertrauen?
Fällt euch das leichter?

Wie viele Menschen mit denen ihr euch austauscht kennt ihr real?
Überwiegen bei euch die in-Echt Bekanntschaften oder eher die virtuell-Bekanntschaften?

Wie würdet ihr euch Fühlen? Wenn ihr mal ein paar Tag das Internet abgeben müsstet?

Braucht ihr die Tägliche InternetRation um euch Glücklicher_Fröhlicher_Lebendiger zu fühlen?


[*1] Keine FachauseinandersetztungsLiteraturen (schreibt man das heute noch so, wenn es sich um Webartikel handelt. Ist ein Artikel schon Literatur… vielleicht eine Form davon?).

[*2]Einst Damals… eine Zeit in der es noch kaum Internet gab. Eine Zeit in der Internet noch schwer zu bekommen war, wo Menschen noch in Internetkaffees oder Büchereien gehen mussten. Wo das Telefon nur Telefonieren konnte, und wo Telefone nur Tastenfelder oder Wahlscheiben hatten. Eine Zeit in der Menschen mit anderen Menschen noch real in Kontakt standen_vielleicht mehr mit Worten sprachen als mit Buchstaben. Eine Zeit in der Menschen mehr voneinander hörten als lasen. Oder auch eine Zeit in der Menschen sich Briefe schickten_Menschen noch Brieffreunde hatten und Menschen warten mussten. Eine Zeit in der Menschen noch auf Briefe schrieben:
Lieber Postbote lauf, [Name einfügen] wartet schon Sehnsüchtig drauf…
Eben eine Damals andere Zeit…

copyright by Miss Tueftelchen

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4 thoughts on “virtuell#real”

  1. Ich genieße das „Leben im Netz“. Es macht nur einen Bruchteil meines gesamten Lebens aus. Aber es hilft mir, mehr und intensiver mit Menschen in Kontakt zu kommen/zu sein als teilweise im realen Leben. Für manches ist nicht so die Zeit oder es ist zu schwierig zu organisieren oder die Entfernungen sind zu weit etc. etc.
    Und manche Menschen, die ich im Netz kennenlernen durfte, sind mir doch sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich sie in der Realität nicht kenne. Und wenn ich dann z. B. schreiben „fühle Dich umarmt“, dann meine ich das auch so.
    Ob wir das tun, weil im realen Leben zu wenig davon bekommen, das kann ich nur schwer einschätzen.
    Es ist aber auf jeden Fall ein interessantes Thema. Und hin und wieder checke ich doch mal, wie viel ich vor der Kiste sitze und womit ich mich dann befasse.

    Gefällt mir

    1. Danke für deine Zeilen. Beim lesen kam mir noch der Gedanke, als du von Entfernungen geschrieben hast, (auch wenn der Gedanke nichts mit der räumlichen entfernung zu tun hat), dass der Austausch im Netz vielleicht auch manchmal einfacher ist, weil ich_man im geschrieben Wort, weniger Mimik_Gestik Emotionen beiträgt und Worte auf eine anderer Art aufgenommen werden können. So dass es zu weniger Missverständnissen kommen könnte. Der Vorteil im geschrieben Wort denke ich, liegt auch darin, dass ich_man die Möglichkeit hätte, die eigenen Zeilen noch einmal zu überdenken. Wie schnell sind Worte ausgesprochen, die am Ende so ggf. gar nicht gemeint waren. Dann ist es, finde ich, oft schwierig diese wieder zurückzunehmen_richtig zu stellen.

      Ich habe das mit dem „fühl dich umarmt“ aufgenommen, weil ich manchmal das Gefühl habe, wenn mir das jemand schreibt, dass er_sie mir schon zu nahe kommt. Das liegt aber wohl eher an meinem eigenen „mir-zu-nah“ Ding. Ich weiß nicht ob es sich nur für mich so anfühlt. Doch wenn jemand schreibt das er_sie mich virtuell umarmt, fühle ich das irgendwie real und dann ist mir das zu nah und ich bin irgendwie irritiert. Aber das geht ja vielleicht nur mir so…
      Ich kenne auf der anderen Seite aber auch das Gefühl, dass ich nach dem Lesen von Texten_Zeilen andere ich manchmal das tiefe innerliche Bedürfnis habe den anderen Menschen umarmen zu wollen, ganz im Gefühl und Ehrlich.

      Ich danke dir für deine Gedanken

      Gefällt 1 Person

  2. Ich habe schon immer gern geschrieben. Früher waren es meist Briefe. – Dann kam jene Zeit, während der es mir seelisch zunehmend schlechter ging. Tagbuchschreiben in „analoger“ Form hatte ich in jungen Jahren immer schon mal probiert, aber es wurde nie wirklich was draus. –

    Nun aber, war in mir der Wunsch groß, fast übermächtig geworden, mich mit mir selbst zu verständigen, mich zu reflektieren, auch zu den größeren Fragen mal etwas schriftlich zu fixieren. – Das war die Geburtsstunde meines Blogs, den ich inzwischen schon über fünf Jahre lang mit vielen Seiten beschrieben habe. Ich wusste nie, wie lange ich in dieser Form mal schreiben würde, aber meine Motivation ist bislang geblieben.

    Dass sich nach und nach Leute für mein Geschreibsel interessierten, nahm ich zunächst eher nur als Begleiterscheinung. Mit manchen begann dann ein Austausch, den ich freilich als bereichernd empfand. Ich bekam neue Denkanstöße und reflektierte meine Reflexionen. Und zu einigen jener Menschen, mit denen ich so in Austausch kam, entwickelte sich nach und nach Verrauen. Zu einigen nur ein bisschen, zu anderen ein ziemlich intensives.

    Einige dieser Menschen sind dann irgendwann wieder geagngen, neue kamen hinzu. Ohne, dass ich je scharf auf „Likes“ oder „glücklich“ über möglichst viele Blogkontakte gewesen wäre. –

    Einige dieser Menschen sind nun schon lange geblieben, und vielleicht werden auch einige, die ich erst im Verlauf oder kürzlich hier kennenlernte bleiben. – Diesen Menschen sage ich gern etwas, auch etwas Persönliches. Und von diesen Menschen nehme ich auch entsprechende Gesten und Worte ihrerseits gern an. Weil ich spüre, dass da wirklich ein Interesse aneinander ist, ein verstehen wollen.

    Es gibt dann , wenn man so will, noch einmal eine weitere, „höhere“ Stufe. Die wirklicher Blogfreundschaft. Da ist dann schon wirkliches Vertrauen, da ist auch Sympathie. Und da ist auch ein Potenzial sich vielleicht einmal wirklich, im Realen kennen zu lernen.

    Eine meiner Blogfreundschaften ist im Laufe der Zeit bislang eine reale geworden. Und ich bin sehr froh darüber. Ich habe einen besonderen Menschen kennen- und schätzengelernt – es ist eine sehr besondere und schöne, aufrichtige Freundschaft. Eine die ich sehr gern und von meiner Familie gekannt und unterstützt leben darf, obwohl es die Freundschaft zu einer Frau in den Zwanzigern ist. – Das ist ja ansonsten wohl eher sehr selten, und wird ganz schnell mit allen möglichen (Hinter-)Gedanken illustriert. – Leider! – Um so froher bin ich, dass ich diese Freundschaft leben darf (Mittlerweile seit knapp drei Jahre real nachdem sie virtuell entstanden ist), weil sie mir wirklich sehr wichtig ist und weil ich insgesamt nur sehr wenige WIRKLICHE Freunde habe.

    Eine tägliche „Ration Internet“ brauche ich nicht. Mein Blog ist mir freilich nach wie vor wichtig und wichtig ist mir auch, einigen Blogs zu folgen, eben, weil die Menschen, die diese betreiben, mir inzwischen nicht mehr einfach einerlei sind und etwas zu sagenb haben, ich sie gern lese. Und ja, wenn ich Neues, Interessantes entdecke, dann bin ich auch dafür offen. – Aber ich bin zum einen NUR hier auf dieser Plattform unterwegs, während ich facebook, Instagram, twitter etc. meide und dort auch nie anzutreffen sein werde, und ich lege in jedem Sommer bewusst eine internetfreie Zeit ein, wo ich weder blogge noch kommentiere.

    Ja, so ist das bei mir – es mag Deine Fragen in Kurzform beantwortet haben. Wenn nicht, dann frag einfach weiter, liebe Miss Tueftelchen …

    Liebe Sonntagsgrüße an Dich!

    Gefällt mir

    1. Vielen Dank für deine vielen Worte. Ich kann deinen Worten sehr zustimmen. Manchmal hilft es einen dritten Blick von außen zu erhalten um die eigenen Gedanken weiter denken zu lassen und neue Ansichten und Blickwinkel zu erhalten. Gedankenanstöße zu bekommen und zu geben. Mir kommt dabei noch der Gedanke, dass es sich auch schön_gut anfühlt, wenn ich das Gefühl bekomme anderen Menschen geholfen zu haben. Vielleicht ist es auch ein virtuelles Teil nehmen am Leben anderer Menschen, die einem mit der Zeit wichtiger werden.
      Ich finde es braucht auch manchmal ein wenig Mut, etwas mulmig würde ich mich schon fühlen, wenn ich jemanden den ich virtuell kennen gelernt habe, auf einmal real treffen mag_könnte. Das würde sehr viel Überwindung für mich sein und dann, wenn ich es doch schaffe ist das ja auch irgendwie ein weiter kommen für sich selbst. Ein etwas das ich_man wieder geschafft hat, so nach dem Motto „so schwer war das doch gar nicht“…

      Es freut mich, dass sich für dich neue Freundschaften entwickelten und ich drücke dir die Daumen, das diese noch lange hält.

      Noch einmal vielen Dank für deine Worte.

      ⭐ blaueGrüße

      Gefällt 1 Person

MissTueftelchen freut sich auf deine Zeilen

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