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Bestattungsinstitut m(d)eines Vertrauens

Alternativer Titel auch:

(am) Ende gut, alles gut…?

Mein kleiner Unfall hat mir ein paar Stunden bei der FingerPhysiotherapie eingebracht; Massage, Ultraschall und die Hoffnung das ein kleiner Knubbel wieder weg geht…

Kleine Pressekonferenzen (Smalltalk) über alltägliches, für Miss gar nicht so einfach, denn Miss redet nicht viel, nie.
(Ausgenommen mit Kollegen, meist über Arbeit, meist hört Miss eher zu, denn oft sind die Kinder das Thema und das ist manchmal schwer, schwer auszuhalten…
Leben ist manchmal schwer auszuhalten…)

Der Friedhof gibt eine gewisse Ruhe, eine seltsame Aussicht auf irgendwann Frieden…
… wirklicher Stille, so vielleicht ein kleiner MissTraum.
Niemand weiß genaueres…
… und so ist ein einfaches Gespräch, ein einfaches über irgendwas reden, quatschen, Wortgeplänkel gar nicht so einfach…

Wir reden über den Tag, die Arbeit, wie anstrengend alle möglichen Jobs sind. Von Respekt, Einstellungen, Leben, Haustieren…
…schon Arbeit erwähnt.

Ein Gespräch, ein Gedanke hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Meine liebe FingerPhysioFrau (Miss nennt sie jetzt einfach mal Gabi) meinte, das sie wenig über den Tod, das Sterben nachdenke…
… sie erzählte das sie noch Glück hatte und erst auf zwei Beerdigungen musste…
Miss dachte: erst?
Jede ist doch irgendwie eine zu viel…
…doch das Leben ist nicht unendlich…

Miss fühlte Tränen nah_Raum ausfüllend_fast körperlich, wie sich bei Gabi eine mega_krasse_riesige innere Blockade bei dem Thema aufbaut.
Sie es ganz weit weg schiebt und am liebsten damit gar nichts_niemals, etwas zu tun haben will, denn…

…alles so weit weg.

Doch Sterben ist nicht weit weg.
Sterben passiert…
… jeden Tag, jeden Moment, jeden Atemzug.
Es kann so schnell passieren, dass Menschen einfach weg sind...
… einfach nicht mehr da…

Gerade noch:

… haben sie sich umarmt…
… dir verliebt in die Augen geschaut…
… gemeinsam ein Ei gekocht…
… das Fahrrad repariert…
… die Geburtstagskerzen ausgepustet…
… sich angeschrien…
… gestritten…
… geweint…
… getröstet…
… gehasst…
… geliebt….

… und dann?

Dann auf einmal, ist ein Mensch, alles was ihn_sie ausgemacht hat, alles Leben weg.
Eine leere Hülle bleibt, ein Körper der verdammt_so still ist.
So still wie die Gräber auf dem Friedhof. Sie liegen_sind einfach da, ein zurückbleiben eines Seins, das es nicht mehr gibt. Eines Seins, dass vielleicht vergessen, vermisst, geliebt… wird_wurde.
Eines Seins, das nur noch einen Ort hat, einen Ort an dem die Körperhülle abgelegt, vergraben wurde, eine Hülle die weiterlebt…
… weiterlebt im Kreislauf des Lebens.
Alles kehrt zurück in die Welt, wird wie das Laub das im Herbst von den Bäumen, fällt Nahrung für abertausende Organismen und Nahrung für die Welt…

Es kann (zu) schnell gehen…
… es kann (zu) lange dauern…
… doch wenn es so weit ist…
… ist es (er, der Tod) doch meist erschreckend…
… ein Schock…
… ein zurückbleiben mit Fragen, Trauer, Einsamkeit, unendlichen Ge_fühlen…

Mitten in der Nacht kam einst der Anruf und da saßen wir…
… wir, einsam_zusammen im Wohnzimmer.
Saßen da und waren ratlos…
Was fühlen?
Was sagen?
Wo die Gedanken hin?
Ob weinen oder nicht…
… alles war auf einmal unwirklich und zu viel.
Was ist nun_als nächstes zu tun?

Miss pragmatisch saß in Arbeitskleidung mit Thermoskannenk-fee da, schenkte aus und fing an zu organisieren.
Erst einmal…
… ein Bestatter musste kontaktiert werden, die Körperhülle konnte schließlich nicht ewig in der Küche verweilen…
… und alles weitere würde sich ergeben…

Heute kann Miss schreiben, es wäre besser gewesen, sich vorher schon einmal Gedanken darüber gemacht zu haben.
Wir_Miss wählten das Bestattungsinstitut in der wohnenNähe; der Grund darin lag in dem Gedanken, das wir dort die Tage wohl öfter sein würden.
Einfach da Fragen zu klären, Reden vorbereitet und Bürokratie bewältigt werden müssen.
Nachteil.
Der Bestatter war, wie kann Miss das be_schreiben?
Unpassend, er war wie ein Alkoholiker (ob es einfach seine Art war oder dieser wirklich ein derartiges Problem hatte, kann Miss nicht sagen) und das war_fühlte sich einfach wirklich ekelhaft an.
Nebenbei war er sehr direkt, sehr nicht einfühlsam.
Es passte irgendwie nicht…
Eine Beobachtung_ein Gefühl das vielleicht nur von Miss ausging, doch es war sehr stark und traurig, denn (d)(S)ein Leben war schon nicht perfekt, da war jede Erinnerung daran, ein kleinerer weiterer Schmerz…

Kleine Miss Gedanken…

Schaut mal, an dem Ort, an dem ihr wohnt, wo da Bestattungsinstitute und_oder AnsprechMenschen sind. Für den Fall der Fälle.
Was euch sicher_natürlich bei eurem eigenen Ablegen ziemlich egal sein könnte_scheint. Doch so ein kleiner Zettel:

„Hier Leute, wenn ich Tod_gestorben bin, dann ist das die Nummer für das Bestattungsinstitut meines Vertrauens“
(& gleich noch die Nummer von Gärtner hinterlegen 😉 )

… kann für die euch Finder vielleicht helfen, tröstend sein. Vor allem wenn beim Bestattungsinstitut schon Einzelheiten hinterlegt sind.
Klar, Miss fände das sicher auch erst einmal verstörend, wenn sie so einen Zettel am Kühlschrank findet, doch in dem Moment sind eh zu viele Gefühls_Gedanken da…

Was wären denn eure „(am) Ende gut, alles gut…“- Wünsche, wenn ihr morgen nicht mehr da wärt?

  • Wie möchtet ihr eure Beerdigung?
  • Welche Musik hättet ihr denn gerne?
  • Eure Lieblingsblumen_farben?
  • Wie möchtet ihr bestattet werden?
  • Was muss alles getan werden?
  • Was sind die Notfall (Arzt, Bestattungsinstitute in der Nähe…) Nummern?
  • Wo muss angerufen werden?Das ist auch sehr schwer. Zum Beispiel beim Arbeitgeber abrufen und sagen, das der Mensch nicht kommen kann, weil er gestorben ist. Da ist ein Kloß im Hals, Tränen die auf der Kehle liegen und einen fast zu ersticken drohen.
  • … und am Ende ist auch alles eine Frage der kosten.[*2]

Miss freut sich über weitere zu BeachtenGedanken, was wäre euch wichtig?
Es gibt dabei eine Menge zu planen_bedenken…
… vieles betrifft einen dann selbst ja nicht mehr (gehen wir jetzt einfach mal davon aus!).
Doch Miss möchte die gemögten Menschen, die das dann alles schaukeln_biegen und Organisieren müssen ein wenig entlasten. Vielleicht könnte man auch so etwas wie ein Plan entwerfen, den die lieben dann abarbeiten können…
In dem Orte_Dinge_Erinnerungen eingebaut sind, so als letzter Gruß, Abschied (wie in dem Buch P.S. Ich liebe dich von Cecelia Ahern [kann niemandem empfehlen das Hörbuch im Auto zu hören. Tränen versperren derartig die Sicht!])

Bei all den Überlegungen, fließt da die Erinnerung an einen Tod, an das Vorbereiten und Planen. Die Musik Auswahl war schnell getroffen, doch die passenden Worte finden, Worte finden und dabei merken, wie wenig wir uns alle doch kennen, war sehr schwer_traurig.

Wobei da natürlich noch der Gedanke wäre:
Genau dann, wenn alles verwirrend, traurig, durcheinander geraten ist, braucht es vielleicht diese Aufgabe als einen kleinen Trauerschritt, eine Hilfe.

… traurig und mit schwerem Herzen, denkt MissTueftelchen weiter über die ZeilenGedanken nach und frage in den Imaginären unwirklichen InetRaum[*3]:

Welches sind eure Wünsche, so ganz am Ende?
(kleiner Randgedanke: Geburten werden auch wundervoll gefeiert)
Habt ihr schon einmal drüber nachgedacht?
oder Vorsorgen getroffen?

Tod, der klopft..

Gabi fragte leise, fast zaghaft:
„Haben sie da auch junge Gräber…? Ich meine Gräber von jungen Menschen… Kindern?“

Miss ehrliche, vielleicht zu direkte Worte:
Ja…
… gestorben wird in jedem Alter…“


[*1] Viele Menschen glauben nicht, das sie das brauchen. Viele Menschen wollen keine Mühe machen und suchen sich eine anonyme Form aus oder eine Urnengemeinschaftsanlage (UGA) mit Namentlicher Nennung (gibt es auch ohne). Viele merken erst hinter das sie genau zu euch, den verstorbenen Blumen stellen wollen, das ist bei UGA’s aber meist nur an bestimmten ablagestellen möglich. Blümchen die dann mitten in die Fläche gestellt werden, könnten entsorgt werden.
Schaut euch in eurer Stadt um.
Welche Friedhöfe gibt es? Welche Grabformen?…

[*2]Da ist die Beerdigung mit allem was dazu gehört (zum Beispiel, Bestattungsart [Urne, Erde], Grabform_größe, allgemeine Bürokratiekosten…)

Was für ein Stein wäre schön?[*4]
Rau_geschliefen, hell_dunkel, groß_klein, stehend_liegend, vieles kommt auch auf die Friedhofsvorschriften und Richtlinien an.Daher bei der Grabauswahl auch zu bedenken: Was, Wo auf dem_einem Friedhof erlaubt_möglich ist.

Welche Dauerhaften Bepflanzungen fändet ihr schön?Welche kleinen Mini Gehölze (oder auch große_ je nach Grabgröße wird eine passende Auswahl getroffen)… (Grabbepflanzung auch eini kleines Blogthema um das Miss immer wieder herum schreibt…)–> Pflegekosten, welche ggf. Gärtnerischen Möglichkeiten gibt es vor Ort?

[*3]Inet= Internet

[*4] Bedenkt hier auch:Wie viele Menschen in das Grab passen. Wie ihr dann zum Beispiel die Verteilung des Namens Schriftzuges auf dem Stein umsetzt (Vor_Nachname, Daten, Wo geboren_gestorben, Beruf…)

copyright by Miss Tueftelchen

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2 Kommentare zu “Bestattungsinstitut m(d)eines Vertrauens

  1. Ganz wichtige Fragen, die man nie früh genug klären kann. Wenn sich mit der Zeit die Einstellung ändert, kann man die Fragen ja auch neu beantworten. Danke für diese Erinnerung daran.
    Schön auch, dass Du mit Fingergymnastik anfängt. Dann geht es also langsam wieder besser?

    Gefällt 1 Person

    • 😊 Finger gehen wieder besser, nur Dauer Gießkannen tragen, ist noch etwas schmerzvoll…

      Ja, da hast du auch einen guten Gedanken eingeworfen. Antworten und Ansichten ändern sich, da gibt es sicher auch noch andere Bereiche in den man seine Antworten​ prüfen_ändern kann…

      Vielen Dank

      Gefällt 2 Personen

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